September 2014 Kundenmagazin/Customer Magazine
Transcription
September 2014 Kundenmagazin/Customer Magazine
September 2014 Journal Kundenmagazin/Customer Magazine Ausgabe/Issue 23 Neuigkeiten und interessante Projekte News and project highlights 02 E.ON Anlagenservice Der Realität kann man nicht ausweichen, wir müssen uns danach ausrichten Kundenbezogen denken und handeln Christian Mehrhoff Leiter Vertrieb & Marketing Head of Sales & Marketing Der schwere Stand der Kraftwerksbetreiber und die steigenden Anforderungen an konventionelle Anlagen durch den schnell zunehmenden Ausbau erneuerbarer Energien sind hinreichend bekannt. Bei der EAS hat diese Entwicklung unter anderem dazu geführt, den Aktionsradius auf Wasser- und Windenergie auszudehnen. Unsere Kernaufgabe sehen wir nach wie vor in der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit unseren langjährigen Kunden. Daher bezieht sich unser 2. Instandhaltungsworkshop im November dieses Jahres überwiegend auf technische Lösungen, nachhaltige Maßnahmen und wirtschaftliche Instandhaltungsleistungen in konventionellen Anlagen. In dieser Ausgabe stellen wir wieder einige unserer Projekte vor und freuen uns, wenn die Abläufe von unseren Auftraggebern kommentiert wurden. Erfolgreiche Ergebnisse zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind und Kritik gibt uns die Möglichkeit, Schwachstellen aufzuspüren. Um aber eine große Anzahl unserer Kunden zu erreichen und ihre Meinung zu unseren Leistungen einzuholen, führen wir eine jährliche Kundenzufriedenheitsanalyse durch. Das Resultat aus 2014 kann sich wieder einmal sehen lassen. Ab Ende dieses Jahres werden wir Teil der neuen Organisation E.ON Technologies sein, einem leistungsstarken und wettbewerbsfähigen Engineering-Dienstleister mit optimaler Kundenorientierung, innovativen Produkten und neuen Geschäftsmodellen für den internen und externen Markt. Die EAS gehört dann als Tochtergesellschaft zum Geschäftsfeld Asset Services und steht ihren Kunden wie bisher, kompetent und zuverlässig zur Verfügung. There is no escaping reality, so we have to act accordingly Thinking and acting with the customer in mind The plight of power plant operators and the growing demands on conventional generation driven by the rapid expansion of renewables are well known. They have prompted EAS to broaden the scope of its activities to include hydro and wind energy. We see it as our core task to continue working in partnership with our long-standing clients. This is why the 2nd Maintenance Workshop in November this year will primarily address technical solutions, sustainable measures and efficient maintenance services for conventional power plants. In this issue we again present some of our projects. We are grateful for the comments received from our clients. Positive feedback confirms that we are on the right track, and criticism helps us identify weaknesses. In an effort to reach as large a number of clients as possible and gauge their opinions, we conduct a customer satisfaction survey once a year. The 2014 results are once again impressive. At the end of this year, we will join the new E.ON Technologies organisation, a capable and competitive engineering services provider with a strong customer orientation, innovative products and new business models for internal and external markets. As part of the Asset Services Division of E.ON Technologies, EAS will continue to serve its clients as a competent and reliable partner in the same way it does today. Journal 03 Inhaltsverzeichnis List of contents E.ON Anlagenservice Kritisch betrachtet Kundenzufriedenheitsanalyse 2014 Seite 04 E.ON Anlagenservice A critical view Customer satisfaction survey 2014 Page 05 Windpark Vetrocom Optimale Planung und überzeugende Umsetzung Pilotprojekt erfolgreich abgeschlossen Geschäftsbereich Hydro & Wind Power Seite 06 Vetrocom wind farm Meticulous planning and perfect delivery Pilot project successfully completed Hydro & Wind Power Division Page 07 Gemeinschaftskraftwerk Grohnde Austausch der Generator-Hilfssysteme Gasversorgungsgerüste für den Turbogenerator komplett erneuert Geschäftsbereich Maschinentechnik Geschäftsbereich Apparate-/Kesseltechnik Seite 10 Grohnde joint venture power plant Replacement of generator auxiliary systems Renewal of supply piping to the turbogenerator Rotating Technology Division Mechanical Technology Division Page 11 Kraftwerk Staudinger Block 5 Auf dem Weg zur Wieder-Inbetriebnahme Vorbereitungen für Reparaturarbeiten erfolgt Geschäftsbereich Apparate-/Kesseltechnik Seite 14 Unit 5 at Staudinger power plant Preparing for recommissioning Preparations for repair work completed Mechanical Technology Division Page 15 Geschäftsbereich Hydro & Wind Power Spezialgebiet Tauchen Ein Team mit zweifacher Qualifikation Facharbeiten unter Wasser Seite 16 Hydro & Wind Power Division Professional diving A team with dual qualifications Special underwater work Page 17 Kraftwerk Nußdorf am Inn Erneuerung der Rechenfelder Darstellung eines Hydro Power-Projekts Geschäftsbereich Hydro & Wind Power Seite 20 Nußdorf am Inn power plant Renewal of trash rake systems Presentation of a Hydro Power project Hydro & Wind Power Division Page 21 Thyssen Schachtbau Dreifacher Weltrekord in Wolgograd Faseroptische Temperaturmessung bis zu einer Tiefe von 830 m Geschäftsbereich Elektro-/Leittechnik Seite 24 Thyssen Schachtbau Three world records in Volgograd Fibre-optic temperature measurement at depths of up to 830 m E, C&I Technology Division Page 25 Werkstofftechnik Neue Ergebnisse zum Anlassverhalten des T24 zwischen 200 °C und 700 °C Die Interpretation bezüglich Betriebsverhalten und Reparaturvarianten Geschäftsbereich Systemtechnik Seite 30 Material Engineering New results of the tempering behavior of T24 between 200 °C and 700 °C Their interpretation regarding service and additional repair Systems Technology Division Page 31 Titelfoto: Rotor im Windpark Vetrocom Cover: Rotor, Vetrocom wind farm 04 E.ON Anlagenservice E.ON Anlagenservice Kritisch betrachtet Ein Serviceunternehmen mit dem Schwerpunkt Instandhaltung liefert weder Katalogware noch exakt miteinander vergleichbare Leistungen. Jedes Projekt wird individuell auf die spezifischen Anforderungen und Erwartungen der Kunden ausgerichtet. Aber sorgfältige Planung und umfassende Organisation allein sichern noch keinen erfolgreichen Abschluss. Bei der Abwicklung vor Ort setzen wir auf die Erfahrung und Flexibilität unserer Teams, auf fachlich einwandfreie Arbeit und die umgehende Reaktion auf unvorhersehbare Ereignisse im Projektverlauf. Den Faktoren Zeit und Kosten begegnen wir, zum Vorteil unserer Kunden, mit technisch innovativen und wirtschaftlichen Maßnahmen. Um zu erfahren, ob unsere Ziele und Leistungen mit den Ergebnissen aus Sicht der Kunden übereinstimmen, stellen wir uns einer jährlichen Kundenzufriedenheitsanalyse. Durchgeführt wird diese Analyse, die aus zehn Kernfragen und einer frei formulierbaren Aussage besteht, von einem externen Unternehmen. In diesem Jahr haben sich 74 Kunden aus dem In- und Ausland die Zeit genommen, uns nach dem Kundenzufriedenheitsanalyse Gesamt-Durchschnittsnote Schulnotensystem zu bewerten. Obwohl es auch kritische Anmerkungen gab, denen wir genau auf den Grund gehen, erzielten wir die sehr gute GesamtDurchschnittsnote 1,87. Damit lagen wir, trotz der internen und externen Veränderungen, auf Vorjahresniveau. Hervorgehoben wurden besonders die Flexibilität und fachliche Qualifikation unserer Mitarbeiter sowie ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Letzteres spricht Bände in einer Zeit, in der gespart wird wo es nur geht und zeigt, dass gute Leistungen auch anerkannt werden. Wir haben uns vorgenommen, den Zufriedenheitsgrad unserer Kunden weiter zu steigern und visieren für 2015 eine deutliche Minimierung der Zahlen hinter dem Komma an. 1,87 Noten der zehn Kernfragen 6 5 4 3 2 Termintreue 1,9 1,8 1,7 1,86 Qualifikation des Fachpersonals 1,68 Arbeitssicherheitsstandard 1,59 Projektentwicklung/Baustellenorganisation 2,06 Schnittstellenmanagement 2,04 Kommunikation zum Kunden 1,77 2,03 Zustand Geräte, Werkzeuge, Container Dokumentation 1,5 1,89 Ausführungsqualität Sauberkeit auf der Baustelle 1,6 1,72 2,03 Journal 05 E.ON Anlagenservice A critical view Service contractors specialising in maintenance do not provide off-the-shelf products or easily comparable services. Every single project is tailored to the client’s specific needs and expectations. But careful planning and comprehensive organisation alone do not ensure successful project delivery. For the work on site we can rely on the experience and flexibility of our specialist teams and their ability to come up with first-class professional solutions and respond immediately to unforeseen circumstances during the course of a project. We meet the twin challenge of time and cost by delivering technically innovative and efficient services that benefit our customers. To find out whether our objectives and the work we do match the results as perceived by our clients, we undertake an annual customer satisfaction survey. This analysis, which is based on ten core questions and a free text statement, is conducted by an external service provider. This year, 74 customers in Germany and abroad took the time to grade us (according to the German Customer satisfaction survey Overal grade of school grading system where 1 is the highest grade and 6 the lowest grade). While there were some critical comments, which we are going to look into, we were given a very good overall grade of 1.87, which is on par with last year’s level, despite the internal and external changes we have been through. Customers particularly praised the flexibility and the technical expertise of our staff and the good price/performance ratio. The latter speaks volumes at a time where everyone’s focus is on cost cutting, and it shows that good work is appreciated. We have set ourselves the challenge of boosting customer satisfaction still further and are aiming to significantly improve on the digits after the decimal point in 2015. 1.87 Grades for the ten core questions 6 5 4 3 2 Adherence to delivery dates 1.9 1.8 1.7 1.86 Specialists’ qualifications 1.68 Health & safety standards 1.59 Project execution / site organisation 2.06 Interface management 2.04 Communication with the client 1.77 2.03 Condition of tools, equipment and containers Documentation 1.5 1.89 Level of workmanship Cleanliness on site 1.6 1.72 2.03 06 E.ON Anlagenservice Windpark Vetrocom Optimale Planung und überzeugende Umsetzung Bei Kazanlak, etwa 200 Kilometer östlich von Sofia/Bulgarien, betreibt Vetrocom, Tochter des Stromkonzerns Alpiq (Schweiz) einen der drei höchst gelegenen Windparks in Europa. Auf zwei Bergketten in ca. 1.400 m Höhe wurden 29 Windkraftanlagen mit einer Leistung von insgesamt 72,5 MW erbaut. Der EAS-Geschäftsbereich Hydro & Wind Power erhielt den Auftrag für den Austausch der Hauptlager an zwei Windturbinen. Die Projektarbeit begann mit der detaillierten Planung des Gesamtablaufs. Im Vordergrund stand die Herausforderung, eine qualitativ hochwertige Leistung mit den wirtschaftlichsten Aspekten für den Kunden zu verbinden. Dazu kam die komplette Organisation und eine präzise Ablaufplanung, um allen Beteiligten die Sachverhalte und einzelnen Arbeitsschritte transparent darzustellen. In einem ersten Schritt bei den Vorbereitungen ging es um die Qualitätssicherung im Herstellerwerk der Lager. Im Auftrag des Betreibers wurden Prüfprotokolle, Dokumentation sowie das Transportkonzept der neuen Lager gesichtet. Optimierung! EAS hat einen eigenen Montageablauf mit neuem Verpackungs- und Transportkonzept vorgestellt und gemeinsam mit dem Lagerhersteller umgesetzt. Damit wurde eine deutliche Aufwandsminimierung auf der Baustelle erzielt. Die weiteren Vorbereitungen beinhalteten die Konstruktion und Anfertigung von Spezial- und Hilfswerkzeugen. Hierzu gehörte insbesondere die Entwicklung neuer Gestelle für den Austausch der Lager und zur Ablage und Sicherung der Rotoren. Die durch den Windkraft-Entwickler W2E neu berechneten EASSpezialgestelle sind wesentlich montage- und transportfreundlicher als die bisher verwendeten. Montageverfahren optimiert Acht Wochen vor Start des Projekts ergaben Besprechungen mit W2E und dem Hersteller der Lager, Thyssen Krupp Rothe Erde, dass das Befestigungskonzept eindeutig verbessert werden kann. Geänderte Befestigungsmaterialien mussten kurzfristig gefertigt und angeliefert werden. Projektstart in Bulgarien Mit der Anlieferung der kompletten Werkstattausrüstung traf ein speziell geschultes EAS-Team am Montageort ein und begann mit der Baustelleneinrichtung. Wichtigster Punkt: Arbeitssicherheit Vor Beginn der eigentlichen Arbeiten standen umfangreiche Arbeitssicherheitsmaßnahmen auf dem Programm. Hohe Anforderungen ergaben sich hier schon aufgrund der exponierten Lage des Windparks, der engen Zufahrtswege und teils begrenzten Kranstellflächen. Es wurden alle Beteiligten, wie der Betreiber Vetrocom und dessen Betriebsführung Operation Maintenance Services (OMS) sowie die Mitarbeiter des Kranunternehmens Felbermayr aus Bulgarien und Österreich, mit eingebunden. Daher erfolgte eine eingehende Unterweisung aller Firmen nach HSEund Lifting-Plänen. Pre-Work Safety Meetings: Jeden Morgen wurden Gefährdungsbeurteilungen mit dem Schwerpunkt auf tagesaktuelle Tätigkeiten und mögliche Gefahrenherde konzentriert zweisprachig durchgezogen und dokumentiert. Diese Vorgehensweise fand großen Anklang bei unserem Kunden. Journal 07 Vetrocom wind farm Meticulous planning and perfect delivery Vetrocom, a subsidiary of the Swiss energy group Alpiq, operates one of Europe’s three highest wind farms near Kazanlak, some 200 kilometres northeast of Sofia/Bulgaria. On two mountain ridges at an altitude of about 1,400 metres above sea level, the company has built 29 wind turbines with a total capacity of 72.5 MW. The Hydro & Wind Power Division of EAS received the contract to replace the main bearings on two of the turbines. The project started by planning the detailed steps of the entire process. The key challenge was to deliver a top-quality and yet cost-efficient service. EAS was tasked with the overall organisation and the precise sequencing of individual operations to be able to communicate the facts and individual project steps in a transparent way to all sides involved. Preparations began with quality assurance procedures at the bearing manufacturer’s workshop. On behalf of the owner/ operator Vetrocom, EAS inspected test records, documents and transportation plans for the new bearings. Optimisation: EAS developed and presented its own assembly sequence including a new packaging and transportation concept, which was implemented together with the bearing manufacturer. This helped to reduce the workload and time required on site. Preparations also included the design and fabrication of special tools and equipment, especially new mounting racks needed for the bearing replacement process and to be able to put down and secure the rotors. The special EAS racks designed by W2E, the wind turbine design company, are much easier to assemble and to move around then the ones used previously. Improved assembly Meetings with W2E and the bearing manufacturer Thyssen Krupp Rothe Erde eight weeks before the start of the project showed that the assembly process could obviously be improved on. Making these improvements meant manufacturing and delivering different mounting materials to site at short notice. Project start in Bulgaria An entire workshop was shipped to Kazanlak, and a specially trained EAS team began to set up the site. Safety first Before the project work itself could begin, extensive health & safety measures had to be put in place. The remote location of the site, the narrow access roads and the small spaces available for putting up cranes placed particular requirements on the work. All sides, including the owner/operator Vetrocom, the operations team from Operation Maintenance Services (OMS) and the staff of the crane contractor Felbermayr from Bulgaria and Austria were included in these preparations. All companies attended a briefing on HSE requirements and load lifting plans. 08 E.ON Anlagenservice EAS war verantwortlich für die Koordination sämtlicher Abläufe und Gewerke. Die klaren Regeln erwiesen sich als absolut wichtig und notwendig. In diesem Gebiet muss mit schnell wechselnden und äußerst schwer vorhersagbaren Wetterverhältnissen bzw. Unwettern gerechnet werden. Bei auftretendem Gewitter, das in der Regel im Gebirge von starken Sturmböen begleitet ist, gibt es vom Betreiber bei 30 km Entfernung eine Warnung und bei 20 km muss die Baustelle geräumt werden. Zwischen diesen beiden Meldungen liegen manchmal nur 15 Minuten. Hier wird es kritisch, einen Rotor mit 65 t Gewicht und 90 m Durchmesser noch sicher am Boden abzulegen. Projektablauf Nach den akribischen Vorbereitungen startete die Projektabwicklung vor Ort am 12. Juni 2014 unter der Leitung von Christian Weber und Philipp Krämer mit den aufwändigen Demontagen der schweren Rotoren. Abgelegt auf dem EAS-eigenen Gestell erfolgte der Austausch der Rotorlager mit je ca. 5,5 Tonnen Gewicht nach Vorgaben des Herstellers Thyssen Krupp Rothe Erde. Damit wurden dessen Anforderungen im Hinblick auf das Handling und die Montage der Lager komplett erfüllt, was für die Übernahme der Gewährleistung zwingend erforderlich ist. Darüber hinaus wurden sämtliche Verbindungs- und kraftübertragenden Elemente sowie die gesamte Ölversorgung der Rotorlager erneuert und alle Arbeiten komplett dokumentiert. Vor der Remontage erfolgte eine zusätzliche Vermessung der Flanschfläche (2,5 m Durchmesser) mittels Laser am Maschinenträger in 85 m Höhe. Eine lückenlose Dokumentation der neu verbauten Komponenten stellt sicher, dass Vetrocom und sein Betriebsführer OMS problemlos in der Lage sind, die Anlage weiterhin zu betreiben. Am 20. Juli 2014 wurde das Projekt, trotz wetterbedingten Terminverzugs, zur vollsten Zufriedenheit des Kunden abgeschlossen, so dass die Abnahme der bereits wieder unter Volllast produzierenden Anlage schon wenige Wochen nach Arbeitsbeginn erfolgen konnte. Vertragsbestand war auch die Teilnahme von Dr. Walter Sucrow (Leiter Technik Wind Power) bei der Schadensbegutachtung der Versicherung. Die ausgebauten Lager waren zuvor in speziellen EAS-Transportbehältern an den Standort der Versicherung in der Nähe von München geliefert worden. Fazit EAS hat als erstes Unternehmen die weiterentwickelten Lager der neuen Generation verbaut und mit der Umsetzung innovativer Verfahren • Konstruktion neuer Montagegestelle • Anzugsverfahren und Anzugmomente aller 180 Halteschrauben im Bereich jeder der zwei Drehverbindungen • Spezialdiscs • Bereitstellung von Werkzeugen nach neustem Stand der Technik • Beschaffung von Hilfsmitteln sowie umsichtiger Planung, einem überzeugenden Arbeitssicherheitskonzept und einem erfahrenen und zielorientierten Team, ein einwandfreies Ergebnis erzielt. Die kooperative und professionelle Zusammenarbeit mit dem Betreiber Vetrocom und allen am Projekt beteiligten Unternehmen hat maßgeblich zu einem erfolgreichen Abschluss beigetragen. Journal 09 Pre-work safety meetings: Every morning there was a hazard assessment meeting focusing on the activities planned for the day, potential sources of danger and risk factors. These meetings were held in two languages and were documented, which was very well received by the client. EAS had overall responsibility for coordinating all processes and disciplines on site. Having clear rules proved to be very important and necessary. In this region the weather is difficult to predict and can change very rapidly. When a thunderstorm approaches, which in the mountains is usually accompanied by strong gusts of wind, there is a warning when it is still 30 km away. When it gets to within 20 km, the site has to be evacuated. The time from the first warning to evacuation can sometimes be as short as 15 minutes. It is then crucial to be able to quickly place rotors with a diameter of 90 metres weighing 65 tonnes safely on the ground. Sequence of work On 12 June 2014, after meticulous preparations, work on site under the direction and control of Christian Weber and Philipp Krämer started with the disassembly of the heavy rotors. Once the rotors had been placed on the racks provided by EAS, the 5.5-tonne bearings were removed in accordance with the instructions of the manufacturer Thyssen Krupp Rothe Erde. This way, the team fully complied with the manufacturer’s handling/installation requirements, which was critical from a warranty perspective. In addition, all connecting elements and power-train components as well as the lube oil supply to the rotor bearings were renewed. All work was documented in detail. Prior to reassembly, the flange surface, which has a diameter of 2.5 metres, was checked by laser scanning on the machine frame at a height of 85 m. Full and complete documentation of the new components ensures that Vetrocom and its operations contractor OMS can continue to run the wind turbines. On 20 July 2014, despite the difficult weather, the project was completed to the client’s full satisfaction, and official acceptance of the turbines, which were back running under full load, occurred only a few weeks after the start of the work. The contract had also called for Dr Walter Sucrow (Head of Wind Power Technology) to be involved in damage assessment by the insurer. The damaged bearings had previously been shipped in special EAS containers to the premises of the insurance company near Munich. Conclusion EAS was the first company to install the new-generation bearings and use innovative methods and equipment including • newly designed mounting racks • bolt torquing methods and torques for all 180 bolts in the area of the two rotary joints • special discs • state-of-the-art tools • special aids and careful planning, a convincing health & safety concept and experienced and dedicated staff to deliver a perfect result. Close and professional cooperation with the owner/operator Vetrocom and all companies involved in the project played a great part in bringing this project to a successful conclusion. 10 E.ON Anlagenservice Gemeinschaftskernkraftwerk Grohnde Austausch der Generator-Hilfssysteme Am 1. Februar 1985 nahm das Gemeinschaftskernkraftwerk Grohnde (KWG) den kommerziellen Betrieb auf. Die Anlage erzeugt eine elektrische Nennleistung von 1.430 MW und deckt rd. 15 % des gesamten Strombedarfs in Niedersachsen. Im Hinblick auf eine sichere Verfügbarkeit bis Ende 2021 kommt den regelmäßigen Revisionsarbeiten im KWG eine besondere Bedeutung zu. Im Zuge der Revision 2013 wurden unter anderem die Gasversorgungsgerüste für den Turbogenerator komplett ausgetauscht. Die Kühlung eines Generators dieser Leistungsstärke (Typ Siemens THFF 180/76-15) erfolgt mittels Wasserstoff (H2) und Wasser. Die Versorgung von Generator und Primärwasserbehälter mit Wasserstoff geschieht über je ein Zusatzgerüst bestehend aus • Druckminderer • Sensor • Durchflussbegrenzer • Magnetventilen • Kontaktmanometer • Absperrarmaturen Ende 2012 erhielten die EAS-Geschäftsbereiche Maschinentechnik und Apparate-/Kesseltechnik den Auftrag zur Fertigung und Montage der neuen Gerüste für die Gasversorgungsanlage einschließlich aller damit verbundenen Engineering-Leistungen. Die Generatorhilfssysteme waren während des geplanten Stillstands vom 6. April bis zum 8. Mai 2013 wieder einzubinden und in Betrieb zu nehmen. Der geplante Austausch bezog sich auf folgende Systeme: • H2-Zentralversorgungsgerüst - Generator • H2-Zentralversorgungsgerüst - Primärwasserversorgung • H2-Flaschengerüst • H2-Befüllgerüst inkl. Einbindung von Konzentrationsmessgeräten neuster Baureihe • Einbau/Einbindung neuer Gastrockner • Demontage CO2-Inertiesierung • Montage Argonisierungs- und Argonflaschengerüst Aufgrund der kurzen Vorlaufzeit für die Vorfertigung lag die Herausforderung insbesondere in der Identifizierung und fristgemäßen Beschaffung aller Ventile, Druckminderer und Filter. Teilweise war dabei eine Lieferzeit von bis zu acht Wochen zu berücksichtigen. Ventile, die nicht mehr lieferbar waren, mussten durch andere, bereits spezifizierte Ventile ersetzt werden. Für die Vorfertigung der neuen Gerüste erfolgten zunächst exakte Maßaufnahmen (Isometrien) der alten Gerüste in der Anlage (Bild 1). Anhand dieser Maßaufnahmen wurden die Materialauszüge für die einzelnen Gerüste erstellt. Alle Materialien wurden bei Anlieferung durch den KWG-Materialeingang geprüft und durch eine Schlüsselnummer identifiziert. Die von der Apparate-/Kesseltechnik erstellten technischen Unterlagen für die Vorfertigung umfassten im Wesentlichen • Fertigungsisometrien der einzelnen Rohrleitungsabschnitte und Grundrahmen • Berechnung • Detail-Engineering • Erstellung einer 3D-Darstellung der zu fertigenden Komponenten (Bild 2) • Stücklisten der einzelnen Rohrleitungsabschnitte • Bauprüffolgepläne der Rohrleitungsabschnitte • Dokumentationsbeiblatt der Rohrleitungsabschnitte zur Schweißnahtüberwachung Diese Unterlagen wurden der KWG-Qualitätssicherung zur bauseitigen Vorprüfung zur Verfügung gestellt. Im Anschluss daran konnte mit der Fertigung der einzelnen Rohrleitungsabschnitte zu den unterschiedlichen Gerüsten begonnen werden (Bilder 3, 4). Die Möglichkeit, die Fertigung vor Ort vorzunehmen, führte zu einer zügigen und optimierten Abwicklung. Bild/Fig. 1 Journal 11 Joint venture power plant in Grohnde Replacement of generator auxiliary systems The joint venture power plant in Grohnde (KWG) started commercial operation on 1 February 1985. It has a rated capacity of 1,430 MW and meets some 15 % of total electricity demand in Lower Saxony. Given the need to ensure full availability of the power plant until the end of 2021, regular inspections and overhauls are of crucial importance. The systems and components to be replaced as part of the 2013 overhaul included the supply piping to the turbogenerator. Generators of the size used at Grohnde (Siemens THFF 180/76-15) are cooled using hydrogen (H2) and water. The generator and the primary water tank are supplied with hydrogen via two piping systems each comprising • a pressure reducing valve • a sensor • a flow regulator • solenoid valves • a contact pressure gauge • block valves In late 2012, the EAS Divisions Rotating Technology and Mechanical Technology were awarded a contract to manufacture and install the new piping for the gas supply system, including all related engineering services. The generator auxiliary systems had to be reconnected and restarted during the planned shutdown from 6 April to 8 May 2013. The scope of work included the following: • central H2 supply piping to generator • central H2 supply piping to primary water system • H2 cylinder system • H2 filling system incl. tie-in of a new-generation hydrogen concentration measuring instrument • installation/integration of new gas dryers • disassembly of inert gas system (CO2) • installation of argon supply piping and argon cylinder system Given the short lead time for the prefabrication, the main challenge was to identify and ensure on-time delivery of all necessary valves, pressure reducers and filters. Some of the components had delivery times of up to eight weeks. Valves that were no longer available had to be replaced by other valves for which the specifications had already been provided. Before prefabrication of the new piping could start, the exact dimensions of the existing systems had to be determined, which was done based on isometric drawings (Fig. 1). From these isometrics the bills of quantities were produced. All materials were checked by KWG on arrival and given a key number for identification. Fig./Bild 2 12 E.ON Anlagenservice Bild/Fig. 3 Bild/Fig. 4 Bild/Fig. 5 Anhand der von der Apparate-/Kesseltechnik erstellten Bauprüffolgepläne kontrollierte die vom KWG beigestellte Bauüberwachung die einzelnen Fertigungsschritte (Bild 5). Durch den Umbau von Rohrleitungen konnte ein Konzentrationsmessgerät neuster Baureihe (Siemens) in das Füllgerüst implementiert werden (Bilder 6, 7). Die Stumpfnähte der einzelnen Rohrleitungsabschnitte und der Verbindungsnähte wurden einer 100-prozentigen RT-/PT-Prüfung unterzogen. Im gesamten Vorfertigungs- und Revisionszeitraum wurden ca. 745 Nähte geschweißt. Die Quote der nachzubearbeitenden Schweißnähte lag bei < 1,5 %. Alle erforderlichen Maßnahmen zum Austausch der Generator-Hilfssysteme konnten in den vorgegebenen Zeitrahmen eingebunden und das Projekt, Dank der zielgerichteten Zusammenarbeit der EAS-Geschäftsbereiche Maschinentechnik und Apparate-/Kesseltechnik, planmäßig abgeschlossen werden. Journal 13 Fig./Bild 6 Fig./Bild 7 The technical documents prepared by Mechanical Technology for prefabrication essentially included • fabrication isometrics of the individual piping sections and the base frames • calculation • detail engineering • a 3D representation of the components to be manufactured (Fig. 2) • items lists for each of the piping sections • installation inspection plans for each of the piping sections • supplementary sheets for pipe weld inspections These documents were made available to KWG Quality Assurance for up-front inspection on site by the building contractor. After that, fabrication of the individual piping sections for the various systems could commence (Fig. 3, 4). Being able to manufacture the systems on site ensured a quick and efficient process. Based on the inspection schedules prepared by Mechanical Technology, the construction supervisor provided by KWG monitored the individual steps of the fabrication process (Fig. 5). The modification of the piping system allowed a new-generation H2 concentration measuring instrument (Siemens) to be integrated into the H2 filling system (Fig. 6, 7). The butt welds of each of the piping sections and the connecting welds underwent full X-ray and dye penetration testing. Throughout the prefabrication and overhaul period, some 745 welds were made. The percentage of welds requiring re-welding after inspection was below 1.5 %. Thanks to the targeted approach and the close and constructive cooperation among the EAS Divisions Rotating Technology and Mechanical Technology, the work to replace the generator auxiliary systems was delivered on time and the overhaul completed according to schedule. 14 E.ON Anlagenservice Kraftwerk Staudinger Block 5 Auf dem Weg zur Wieder-Inbetriebnahme Nach einem schweren Schaden im Mai 2014, verursacht durch eine Leckage im Wasser-Dampfkreislauf des Kesselhauses, bleibt der leistungsstarke Block 5 im Kraftwerk Staudinger bis zu seiner Wiederherstellung außer Betrieb. Die Vorbereitungen für die anstehenden Reparaturmaßnahmen sind inzwischen abgeschlossen. Der Kraftwerksblock mit einer Nettoleistung von 510 MW wurde 1992 in Betrieb genommen und erzeugt elektrische und thermische Energie. Eine KlärschlammMitverbrennungsanlage leistet seit 2004 einen nicht unerheblichen Beitrag zum Umweltschutz. Jährlich werden rd. 60.000 Tonnen Klärschlamm aus den umliegenden Kommunen übernommen, in einem aufwändigen Verfahren dem Hauptenergieträger Steinkohle beigemischt und der Verbrennung zugeführt. Auf diese Weise wird ein Abfallprodukt nicht nur umweltgerecht entsorgt, sondern gleichzeitig energetisch genutzt. Voraussetzungen für die Instandsetzung Für die erforderlichen Reparaturarbeiten in der Anlage musste zunächst eine Basis geschaffen werden, die umfangreiche Demontage- und Aufräumarbeiten beinhaltete. Im Wesentlichen handelte es sich um den Abbau und die fachgerechte Entsorgung von rd. 200 Tonnen Stahlschrott und die Entfernung der Betondecke. Den Zuschlag für diesen Auftrag erhielt der EASGeschäftsbereich Apparate- und Kesseltechnik. Nach sorgfältiger Termin- und Einsatzplanung und Durchführung aller notwendigen Sicherungsmaßnahmen auf der Baustelle, wurden die Arbeiten vereinbarungsgemäß am 1. Juli aufgenommen. EAS koordinierte die einzelnen Arbeitsschritte und stellte die Bauleitung, die Fachbauleiter für den zweischichtigen Einsatz an sieben Tagen in der Woche, eine versierte Montagemannschaft für die Schweiß- und Schneidearbeiten sowie eine Sicherheitsfachkraft. Spezialisten, wie z. B. Höhenkletterer, wurden ebenso in den Gesamtablauf eingebunden wie Fremdfirmen für Kranarbeiten, Transporte und die abschließende Reinigung der Baustelle. Bei Demontagen dieser Größenordnung und vornehmlich unter den schwierigen Bedingungen in diesem speziellen Fall, kommt der strikten Einhaltung aller Sicherheitsvorschriften eine ganz besondere Bedeutung zu. Quelle/Source: E.ON Tägliche Baustellenbegehungen der Führungsverantwortlichen mit den Sicherheitsfachkräften und den AVOs sowie das umsichtige Verhalten der Mannschaft zeigten Wirkung: Bis auf eine Verletzung waren keine Unfälle zu verzeichnen. Erster Meilenstein erreicht Die langjährige Erfahrung der eingesetzten EASMitarbeiter und die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Kraftwerk, ETG und der Flotte führten zu einer fristgerechten und ordnungsgemäßen Ausführung der Demontage und aller damit verbundenen Leistungen. Bei der Abnahmebegehung am 28. Juli, gemeinsam mit den Verantwortlichen des Kraftwerks und der Projektleitung, wurden in Block 5 keine Störkanten mehr festgestellt. Damit ist der Weg frei für die nachfolgenden Montagearbeiten im Stahlbau. Journal 15 Unit 5 at Staudinger power plant Preparing for recommissioning In May 2014, a water/steam circuit leak in the boiler house caused some serious damage at the Staudinger power plant. As a result, unit 5 of had to be taken off the grid. Preparations for the repair work have now been completed. The 510 MW unit commissioned in 1992 generates both electricity and heat. In 2004, a sludge co-combustion system was put into service, which significantly reduces the plant's environmental footprint. Every year some 60,000 of sludge collected from neighbouring communities is mixed with hard coal the main energy source - in a complex process for combustion. This way, a waste product is not only properly disposed of but actually used to generate energy. Up-front work To allow the repairs to go ahead, it was necessary to make extensive preparations which included significant dismantling and clean-up work. This essentially meant properly disposing of some 200 tonnes of scrap steel and removing the concrete ceiling. The contact for this work was awarded to the Mechanical Technology Division of EAS. After careful planning and scheduling and with all safety precautions taken on site, the work started on 1 July as agreed. EAS coordinated the project phases and provided the construction manager, the specialist engineers for two-shift work on seven days a week, a skilled team for the welding and cutting work, and a safety engineer. Other experts such as industrial abseiling specialists and contractors for crane services, haulage of heavy loads and final clearing and cleaning of the site were also integrated into the process. For dismantling projects of this size carried out under the difficult conditions encountered at the site, strict compliance with safety regulations is of utmost importance. Daily site inspections by the management together with the safety officers and the responsible on-site representatives of the partner companies as well as the prudent and cautious behaviour of the entire team proved very effective: there were no accidents except for one minor injury. First milestone reached The long-standing experience of the EAS staff dispatched to site and the close cooperation between the power plant, ETG and the fleet ensured that the dismantling work and all related services were completed on time and in a proper manner. The final acceptance inspection carried out by the project management together with the power plant’s representatives on 28 July confirmed that all protruding edges in unit 5 had been eliminated. This cleared the way for the structural steel assembly operations that followed. 16 E.ON Anlagenservice Geschäftsbereich Hydro & Wind Power Spezialgebiet Tauchen Facharbeiten unter Wasser erfordern darauf ausgerichtete Maschinen und Geräte für alle anfallenden Arbeiten, besonders aber ein Team mit doppelter Ausbildung. Die Experten im Fachbereich Hydro Power verfügen neben ihrer fachlichen Qualifikation über eine professionelle Taucherausbildung. Langjährige Erfahrung und Fachkompetenz stehen ebenso im Fokus wie ein angepasstes Sicherheitskonzept und eine Ausrüstung auf hohem Qualitätsstandard. Zertifizierungen und Qualifizierungen • Sicherheitsstandard nach SCC • geprüfte Taucher • LKW-, Stapler- und Kranscheine • E.ON-konforme Bootsscheine • TÜV-geprüfte Werkzeuge Leistungen (Fachbetrieb nach Wasserhaushaltsgesetz / WHG) • Inspektion • Zustandsbeurteilung • Instandhaltung • Reparatur Tätigkeitsbereiche • Montage-/Demontage • Reinigungs- und Absaugarbeiten • Dammtafeln setzen/Dichtungsarbeiten • geprüfte Schweißarbeiten • thermisches Brennen und Schneiden • Bergungen und Hebeballonarbeiten • Betonagen • Hydraulikarbeiten - Kernbohren - Flexen - Bohren - Schneiden - Betonabbruch • Tauchgeräte-Prüfungen • Bauwerksuntersuchungen und Dokumentation Werkzeuge und Arbeitsmittel HD-Reiniger mit diversen Reinigungsaufsätzen Falch 300 bar Spechtenhauser-Spülpumpe Geeignet zum Freispülen von Dammtafelnischen oder zum Absaugen von Feinsedimenten HD-Reiniger / HP cleaner Journal 17 Hydro & Wind Power Division Professional diving Underwater work requires specialist tools and machinery and above all a team with dual qualifications. The experts in the Hydro Power Department not only have a technical background but are also professional divers. The focus is on what matters most: extensive practical experience and specialist expertise, a customised safety concept and equipment that meets high quality standards. Certificates and qualifications • Safety standards according to the SCC certificate • Diver certificates • HGV, forklift and crane driving licenses • E.ON-compliant boating licenses • TÜV-certified tools Services (Specialist contractor in accordance with the German Water Resources Act / WHG) • Inspections • Condition assessments • Maintenance • Repairs Activities • Assembly/disassembly work • General cleaning and suction cleaning work • Installation of stop logs / sealing work • Certified welding work • Thermal (torch) cutting • Salvage and lifting balloon work • Concrete work • Hydraulic work - Core drilling - Angle grinder work - Drilling - Cutting - Concrete demolition work • Diving equipment testing • Structural investigations incl. documentation Tools and equipment HP cleaner with various cleaning attachments Falch, 300 bar 18 E.ON Anlagenservice Oberstes Gebot: Sicherheit! Alle Einsatzfahrzeuge sind auf höchstem Sicherheitsniveau ausgerüstet. Erste-Hilfe-Koffer, Sauerstoff-Notversorgung und Defibrillator gehören selbstverständlich dazu. Kompressor und Luftbatterie Flygt-Baggerpumpe Gewichtca. 370 kg Leistung300 m3/Std. Stromanschluss 63 A Rohrleitung - Durchmesser 300/150 cm - Länge100 m Hydraulische Werkzeuge 1Schremmhammer 2Kernbohrgerät 3Wasserpumpe 4Schlagschrauber 5Schlagbohrmaschine 6 Säge (Holz/Beton) 7Flex 8 Aggregate und div. Zubehör Flygt-Baggerpumpe Flygt pump excavator UW-Schweißen nach DIN EN ISO 15618-1 UW-Brennschneiden mit thermischen Brennelektroden unter Zugabe von technischem Sauerstoff und Strom. Mit dieser Technik kann nahezu jedes Metall durchtrennt werden. Arbeiten unter Wasser - an Stauvorrichtungen, Wehranlagen oder in Kanälen - werden mit einer schlauchgebundenen Taucherausrüstung ausgeführt. Über eine Gegensprechanlage im Helm hält der Taucher ständig den Kontakt zu den Kollegen an Land. Der Tauchschlauch hat eine Zugkraft von rd. 3,5 t und dient nicht nur der Zuführung von Atemluft, sondern auch der Sicherheit. Professionelle und zuverlässige Leistungen, mit Sicherheit erbracht - dafür steht das Expertenteam im Fachbereich Hydro Power. Journal 19 UW welding according to DIN EN ISO 15618-1 Spechtenhauser flushing pump Ideal for cleaning stop log niches and removing fine sediments UW cutting using thermal electrodes in combination with technical oxygen and electric power. This technology allows just about all materials to be cut. Compressor and air battery Flygt pump excavator Weight approx. 370 kg Capacity 300 m3/h Rating 63 A Piping - Diameter 300/150 cm - Length 100 m Hydraulic tools 1 Hydraulic hammer 2 Core drill 3 Water pump 4 Impact wrench 5 Impact drill 6 Saw (wood/concrete) 7 Angle grinder 8 Assemblies with various accessories Hydraulic tools / Hydraulische Werkzeuge Spechtenhauser flushing pump Spechtenhauser-Spülpumpe Safety first at all times The equipment carried by each vehicle meets the highest of safety standards. It includes a first aid kit, an emergency oxygen supply and a defibrillator as a matter of course. Underwater work on damming structures, weirs and inside canals is carried out using hose diving equipment. The diving helmet is fitted with an intercom system for the diver to communicate with his colleagues on the shore. The diving hose has a tensile strength of about 3.5 tonnes and is not just used to supply air but also serves as a safety line. The EAS Hydro Power experts provide professional, reliable services of a high standard, always putting safety first. 20 E.ON Anlagenservice Kraftwerk Nußdorf am Inn Erneuerung der Rechenfelder Seit der Inbetriebnahme in 1982 versorgt das Laufwasserkraftwerk Nußdorf mit einer Leistung von 25,4 MW rd. 68.000 Haushalte mit elektrischer Energie. Nach diversen Sanierungsmaßnahmen in den vergangenen Jahren waren in 2013 die Taucher aus dem EAS-Geschäftsbereich Hydro & Wind Power im Einsatz, um den Austausch der Rechenfelder vorzunehmen. Jede Turbine hat zwei Einlauffelder mit je sechs Rechenfeldern. Jedes Rechenfeld besteht aus zehn Rechenstäben und 20 Querstäben (Zuganker) und hat eine Abmessung von 12,80 x 1,50 m und ein Gewicht von rd. 3,2 t (Bilder 1 und 2). Arbeitsablauf • Ausbau der alten Rechen • Vorbereitung der Profile zur Einstellung der neuen Rechen • Einpassen der neuen Rechen • Einpassen und Montage der Wandrückhalterungen • Verschweißen der Wandrückhalterungen • Montage der Klammern an den Fischbauchträgern • Feinjustierung und Verschraubung des gesamten Rechenfeldes • Verbohren der Kopfplatten • Einkleben der GEWI-Stangen Quelle/Source: E.ON An jedem der 20 Querstäbe (Zuganker) wurde eine Überwurfmutter bzw. Aufnahme montiert, um später die einzelnen Rechenfelder miteinander zu verbinden. Zusätzlich wurden die Rechenfelder viermal mit M 20 Gewindestangen verschraubt (Bild 3). Bild/Fig. 3 Die Standflächen der Rechenfelder mussten dem Untergrund (U-Profil) angepasst werden (Bild 4). Dazu war ein mehrmaliger Ein- und Ausbau erforderlich, um entsprechende Nachbesserungen vorzunehmen. Bild/Fig. 1 Journal 21 Nußdorf am Inn run-of-river power plant Renewal of trash rake systems Ever since it was first commissioned in 1982, the 25.4 MW run-of-river power plant at Nußdorf am Inn has been supplying electricity to some 68,000 homes. In 2013, after a number of rehabilitation projects carried out over the years, divers from the EAS Hydro & Wind Power Division were called in to replace the trash rake systems. Each turbine has two intakes. Each intake is equipped with six rakes made of ten rake bars and 20 cross bars (tension rods). The rakes are sized 12.80 x 1.50 m and weigh around 3.2 t each (Fig. 1 and 2). Work sequence • Remove old rakes • Prepare profile section supports for new rakes • Fit new rakes • Fit / assemble rear wall supports • Weld rear wall supports • Install mounting brackets on fish belly support base • Adjust position and bolt entire rake system • Pre-drill top end plates • Glue threaded rods into place Each of the 20 cross bars (tension rods) was fitted with a union nut or mounting aid to be able to connect the rake systems with each other. In addition, the rake systems were bolted together in four places using M 20 threaded rods (Fig. 3). The bottom of each rake system had to be adapted to the bottom surface (U-shaped profile) (Fig. 4). This required the rake systems to be removed and re-installed several times to be able to make the necessary corrections. Using various mounting aids the side wall supports were correctly positioned and centred. The side rake systems were temporarily put in place, centred and tack-welded and then removed once again to allow the supports to be welded on in three layers (Fig. 5, 6, 7). Fig./Bild 2 Fig./Bild 4 22 E.ON Anlagenservice Bild/Fig. 5 Vorbereitung zum Einschweißen der seitlichen Halterungen Preparations for welding the side supports Mit diversen Einbauhilfen wurden die seitlichen Wandrückhalterungen genau positioniert und ausgemittelt. Die Randrechenfelder wurden zunächst provisorisch eingebaut, ausgemittelt und angeheftet und anschließend wieder demontiert, um die Halterungen dreilagig zu verschweißen (Bilder 5, 6, 7). Bild/Fig. 6 Fertig verschweißte Wandrückhalterung Fully welded wall supports Im nächsten Schritt stand der Einbau der Rechenrückhalterungen am unterem Fischbauchträger auf dem Plan (Bild 8). Bei der Endmontage wurden die Bohrkerne gezogen (Bild 9) und die GEWI-Stangen eingeklebt (Bild 10). Nach diversen abschließenden Arbeiten war das Kraftwerk Nußdorf mit neuen Rechenfeldern zum Schutz der dahinter liegenden Turbinenanlage ausgerüstet. Bild/Fig. 7 Endgültige Montage der Randrechenfelder Final installation of the side rake systems Journal 23 Fig./Bild 8 Detail view of fish belly support base / retaining anchor Detailansicht Fischbauchträger/Rückverankerung The next step then was to install the rake retainers on the bottom fish belly support (Fig. 8). Final assembly then included pulling the drill cores (Fig. 9) and gluing the threaded rods into place (Fig. 10). Fig./Bild 10 After several final activities, the new trash rake systems at the Nußdorf power plant were put into service to protect the downstream turbines. Fig./Bild 9 24 E.ON Anlagenservice Thyssen Schachtbau Dreifacher Weltrekord in Wolgograd Im Jahr 2009 begann für die EAS das „Abenteuer Russland“ mit der Lieferung und Montage einer maßgeschneiderten Messtechnik zur Überwachung des Gefrierprozesses an einem Schacht. Für diese Aufgabe bestellte uns die Thyssen Schachtbau GmbH, einer der Weltmarktführer für das Teufen und Errichten von Schächten. Das Herzstück der Gefrierprozessüberwachung war und ist die von EAS errichtete Container-Messwarte. Hier laufen ständig ca. 3.400 Messwerte auf, die sowohl visualisiert als auch archiviert werden. Von der Messwarte aus werden sämtliche Pumpen und Gefriermaschinen gesteuert und geregelt (Bild 1). Zur Messung der Gebirgstemperatur setzten wir vier speziell für diesen Anwendungsfall entwickelte faseroptische Temperaturmessungen in vier Temperaturmessbohrlöchern ein. Damit waren wir in der Lage, die Temperatur des Erdreiches je Meter zu messen. Bei einer Tiefe von 540 m bedeutete das insgesamt 2.160 Temperaturmessungen (s. Journal Nr. 15). Aufgrund dieser engmaschigen Temperaturmessung konnte Thyssen Schachtbau eine erheblich genauere Frostkörperberechnung durchführen. Das Gefrieren des Gebirges erfolgte durch das Zirkulieren eines Kälteträgers. Der Gefrierprozess lief mit einer Vorlauftemperatur von minus 38 °C. Nach 2,5 Jahren mit einem 24 Stunden-Betrieb war es dann so weit; die Gefrierschachtteufe von 540 m wurde erreicht und die Gefriermaschinen konnten abgestellt werden. Im Schutze des Frostpanzers konnte bis zu einer Teufe von 540 m ein zylindrischer Hohlraum mit einem Durchmesser von 8 m im Erdboden erstellt werden. Die Messwarte und die von EAS eingesetzte Messtechnik arbeitete über den gesamten Zeitraum äußerst zuverlässig und präzise. Nach Abschluss dieser Arbeiten wurden die Gefriermaschinen und die Pumpen zur Förderung des Kälteträgers abgeschaltet. Sie sollten künftig für andere Aufgaben eingesetzt werden. Fortsetzung Aufgrund des erfolgreichen Gefrierprozesses erhielt Thyssen Schachtbau den Auftrag, zwei weitere Schächte der Bergwerksanlage zu gefrieren: Skipschacht 2 und Serviceschacht. Natürlich lag es auf der Hand, dass man bereits eingesetztes Equipment der EAS erneut nutzen wollte. Allerdings war die ursprüngliche Messwarte aufgrund der Leistungsfähigkeit und Dimensionierung nicht in der Lage, zwei Schächte zeitgleich zu überwachen. Außerdem sollten diese beiden neuen Schächte nun bis zu einer Tiefe von 830 m gefroren werden. Was war passiert? Unterstellen wir gleiche geologische Zustände bei den Schächten, die in einem Abstand von 150 m zueinander liegen, so kommt zwangsläufig die Frage auf, warum Skipschacht 1 bis zu einer Tiefe von 540 m gefroren wurde und die weiteren Schächte bis zu 830 m? Mittlerweile hatte man am Skipschacht 1 unterhalb der 540 m weiter geteuft, da die eigentliche Schachtendteufe 1.200 m betragen sollte. In einer Tiefe von ca. 570 m traten unvorhergesehene große Mengen Wasser in den Schacht ein, die nur unter größten Anstrengungen gestoppt werden konnten. Vor dem Start des Projekts lagen keine Informationen über diese noch tiefer liegenden Wasserhorizonte vor. Der Wassereinbruch in Skipschacht 1 hatte nun zur Folge, dass die beiden Nachbarschächte direkt bis zum tiefsten Wasserhorizont bei 830 m projektiert wurden. Bild/Fig. 1 Journal 25 Thyssen Schachtbau Three world records in Volgograd For EAS, the „Russian Adventure” began in 2009 with the supply and assembly of tailor-made instrumentation used to monitor the freezing process in a shaft. We were appointed by Thyssen Schachtbau GmbH, a world market leader in shaft sinking and construction. At the heart of the system used to monitor the freezing process was and is the containerised control room set up by EAS. This is where around 3,400 measurements are continuously captured, visualised and archived. All pumps and freezing machines are controlled and regulated from the control room (Fig. 1). To measure the temperature in the rock we deployed four fibre-optic temperature measurement systems specially developed for this application in four temperature measuring wells. This allowed us to measure the soil temperature metre by metre, making for a total of 2,160 measurements at a depth of 540 m (see Journal No. 15). This dense temperature measurement setup enabled Thyssen Schachtbau to calculate the ice wall far more accurately. The rock was actually frozen by circulating a refrigerant, and the freezing process ran at a feed temperature of minus 38 °C. After two-and-a-half years of 24/7 operation we finally made it! The frozen shaft depth of 540 m was reached and the freezing machines could be turned off. Under the shelter of the ice wall, a cylindrical cavity 8 metres across could now be sunk in the soil to a depth of 540 m. Throughout this entire period both the control room and the instrumentation used by EAS functioned extremely reliably and accurately. On completion of this phase the freezing machines and the pumps used to circulate the refrigerant were turned off, ready to be used for other tasks in the future. Continuation On the strength of its successful freezing process Thyssen Schachtbau were contracted to freeze two more shafts at the mine: skip shaft 2 and the service shaft. There was obviously a desire to re-use the EAS equipment which had already proven so effective. However the original control room’s size and capacity meant it would be unable to monitor two shafts at the same time. Plus these two new shafts would have to be frozen to a depth of 830 m. What had happened? If we assume that the same geological conditions exist in the shafts which are located 150 m apart, the question naturally arises why skip shaft 1 was frozen to a depth of 540 m and the other shafts to 830 m? In the meantime, sinking of skip shaft 1 had continued beneath the 540 m level with a view to achieving the operator’s target depth of 1,200 m. Significant quantities of water had then unexpectedly entered the shaft at around 570 m and major efforts were needed to stop this. No information about this lower lying aquifer had been available before the project started. As a result of the water influx in skip shaft 1, the two neighbouring shafts were designed to be sunk as far as the deepest aquifer at 830 m. Scope of work for EAS • Supply, install and commission complete instrumentation and control for skip shaft 2 as well as fibre-optic temperature measurement in 4 temperature measuring wells to a depth of 830 m • Supply, install and commission complete instrumentation and control for the service shaft as well as fibre-optic temperature measurement in 4 temperature measuring wells to a depth of 830 m • Supply, install and commission a fibre-optic temperature measurement system in 4 temperature measurement wells to a depth of 830 m and reinstate the existing flow meters and thermocouples to 44 additional wells located at a greater diameter around skip shaft 1. These tasks proved to be extremely challenging both for our clients Thyssen Schachtbau and for EAS. The mere fact that – for the first time anywhere in the world – the soil would have to be frozen continuously from ground level to a depth of 830 m meant a world record - not just once but three times. Fig./Bild 2 - Team Thyssen Schachtbau/EAS 26 E.ON Anlagenservice Aufgabenstellung für die EAS • Lieferung, Montage und Inbetriebnahme der kompletten Messtechnik und Steuerung von Skipschacht 2 sowie faseroptische Temperaturmessung in 4 Temperaturmessbohrlöchern bis zu einer Tiefe von 830 m • Lieferung, Montage und Inbetriebnahme der kompletten Messtechnik und Steuerung des Serviceschachtes sowie faseroptische Temperaturmessung in 4 Temperaturmessbohrlöchern bis zu einer Tiefe von 830 m • Lieferung, Montage und Inbetriebnahme der faseroptischen Temperaturmessung in 4 Temperaturmessbohrlöchern bis zu einer Tiefe von 830 m und erneuter Einbau der vorhandenen Durchfluss- und Temperaturmessungen nach zusätzlichen 44 Bohrungen im größeren Durchmesser um Skipschacht 1 herum. Die o. g. Aufgaben stellten sowohl unseren Auftraggeber Thyssen Schachtbau als auch die EAS vor extrem anspruchsvolle Aufgaben. Schon die Tatsache, dass erstmalig weltweit von übertage bis zu einer Tiefe von 830 m durchgehend gefroren werden sollte, bedeutete Weltrekord - und das gleich dreimal. Technik und Ablauf Fertigung im Technikum am EAS-Standort: • Zwei Messwarten in Container-Bauweise 20ft mit jeweils drei integrierten Schaltschränken für die zentrale Einspeisung der Messeinrichtungen, die Steuerung und die faseroptischen Controller • Zwei vollwertige Büroarbeitsplätze mit Doppelmonitor zur Überwachung des Gefrierprozesses • Programmierung aller prozessrelevanten Parameter mit der Steuerung der Umwälzpumpen über Frequenzumrichter (Bild 3) • Archivierung und Visualisierung sämtlicher Messwerte • SMS-Alarmierung via Modem an den Baustellenverantwortlichen • Remote-Zugriff auf die verbaute PCS 7-Steuerung • Kälteleistungs- und Kältearbeitsberechnungen einzelner Verbraucher und Stränge Bild/Fig. 3 - Stefan Thier, Richard Kock Bild/Fig. 4 - Clients, Server, Engineeringstation • Konfiguration der gesamten benötigten Sensorik inklusive - 90 Stück Durchflussmesser - 104 Stück Pt100 Temperaturfühler - 16 Stück Trockenlaufschutz - 2 Stück Radar-Füllstandsmessungen - 30 Stück Druckmessungen - 8 Stück faseroptische LWL-Sensoren. Zusätzlich wurden • 7 Stück Analoganzeigen in Verteilerboxen • 2 Stück Telekommunikationsanlagen • 10 Stück Referenztemperaturfühler mit 100 m Länge auf Kabeltrommeln • 8 Ablassvorrichtungen für LWL • 2 Stück RIO-Schränke • 6 Stück EMSR-Schränke gefertigt. Dazu kam im weiteren Verlauf des Projekts noch ein Touchpanel zur Überwachung eines einzelnen Gefrierkreises. Für die Fertigung wurde eigens eine Container-Zeltdachkonstruktion im Technikum aufgestellt, um bei jeder Witterung mit dem Messwartenbau fortfahren zu können (Bild 5). Nach erfolgreichem Einbau und Inbetriebnahme der gefertigten Anlagen vor Ort (sechs Montageeinsätze in Kotelnikovo), befinden sich die Anlagen jetzt im vorübergehenden Endausbau. Journal 27 Equipment and workflow Production at the EAS Technikum included: • Two 20ft containerised control rooms, each with three integrated switchgear panels for a central supply to the instrumentation, control system and fibre-optic controllers • Two complete office workstations with a dual monitor for supervising the freezing process • Programming of all process-relevant parameters, with the refrigerant pumps controlled by frequency converters (Fig. 3) • Archiving and visualising all measurements • SMS alarm signalling by modem to the site manager • Remote access to the installed PCS 7 controller • Refrigeration capacity/energy calculations for individual loads and lines • Configuration of all sensor requirements including - 90 flow meters - 104 Pt100 temperature sensors - 16 dry run protectors - 2 radar fill level meters - 30 pressure gauges - 8 sensors for optical fibre links. Fig./Bild 7 - Automation cabinets/Automatisierungsschränke Fig./Bild 5 - Hermann Koch, Raphael Albers, Karsten Pankoke We also supplied • 7 analogue displays in distribution boxes • 2 telecommunication systems • 10 reference temperature sensors 100 m long on cable drums • 8 Descender frames for optical fibre links • 2 RIO panels • 6 I&C panels. A touch panel for monitoring a single freezing circuit was also added as the project progressed. A special container tent roof structure was set up at the EAS Technikum to ensure that construction of the control room could proceed whatever the weather (Fig. 5). Following the successful installation and commissioning of the finished systems on site (six installation visits to Kotelnikovo), these systems are now in their provisional final configuration. Final project stage All shafts (skip shafts 1, 2 and service shaft) are currently in the process of freezing. As described above, a second freezing circuit with a larger diameter has been installed on skip shaft 1 (Fig. 8), and this now freezes to a depth of 830 m (Fig. 9). In short, there are now 3 containerised control rooms located in Kotelnikovo/Volgograd from which we monitor more than 10,500 measurements taken by EAS equipment. Fig./Bild 6 - Loading of the control room/Verladung der Messwarte 28 E.ON Anlagenservice Bild/Fig. 8 Bild/Fig. 9 Endausbau Derzeit sind alle Schächte (Skipschacht 1, 2 und Serviceschacht) im Gefrierprozess. An Skipschacht 1 (Bild 8) wurde wie oben beschrieben ein zweiter Gefrierkreis mit größerem Durchmesser erstellt, der nun auf 830 m Tiefe gefriert (Bild 9). Summa summarum stehen aktuell 3 Container-Messwarten in Kotelnikovo/Wolgograd. Mit diesen Messwarten überwachen wir nun mehr als 10.500 Messungen, die ebenfalls von EAS stammen. Wir steuern und regeln 2 Pumpenhallen mit insgesamt 28 Umwälzpumpen und 22 Gefriermaschinen mit einer Kälteleistung von ca. 12 MW. Insgesamt 12 faseroptische Temperaturmessungen messen stetig die Gebirgstemperatur der Schächte. Weitere Schachtanlagen sind bei Thyssen Schachtbau in Planung und wir setzen auch hier wieder auf die bisher praktizierte sehr gute und erfolgreiche Zusammenarbeit. Zukünftiges Potenzial Nach dem Gefrierprozess wird das Gebirge, je nach geologischem Zustand, wieder aktiv aufgetaut. Dafür haben wir bereits 2012 eine maßgeschneiderte Lösung entwickelt und in der Schachtanlage Palascheskij/Perm erfolgreich umgesetzt. Wir gehen davon aus, dass wir unseren Kunden auch hier wieder unterstützen dürfen. Das Team Ohne ein schlagkräftiges Team mit der Bereitschaft, sich auf unbekanntes Terrain zu begeben, wäre das alles nicht möglich gewesen. Fachbereich Messtechnik Fachbereich Dampferzeuger und Nebenanlagen Michael Kurkowiak Projektleitung Karsten Pankoke Bauleitung und Inbetriebnahme Richard Kock Programmierung und Software Rolf Hadrian Programmierung Raphael Albers Konstruktion, Fertigung und Montage Günter Burghardt Montage und Inbetriebnahme Stefan Thier Montage und Inbetriebnahme Alexander Seier Montage und Inbetriebnahme Hermann Koch Montage und Inbetriebnahme Journal 29 We control and regulate 2 pump buildings housing a total of 28 circulation pumps and 22 freezing machines with a total refrigeration capacity of approx. 12 MW. A total of 12 fibre-optic temperature measurement systems continuously measure the rock temperature in the shafts. Future potential After the freezing process the rock will be actively thawed out depending on its geological condition. We developed a tailormade solution for this task back in 2012 and have successfully rolled it out in the Palasheski/Perm shaft complex. We assume that we will be able to support our client once again here too. Further shaft systems are being planned by Thyssen Schachtbau and here again we will be counting on the very effective and successful co-operation which has been such a feature of our relations so far. The team None of this would have been possible without a powerful and effective team willing to work on unfamiliar territory. Measurement Technology Department Boiler & Auxiliaries Department Michael Kurkowiak Karsten Pankoke Richard Kock Rolf Hadrian Raphael Albers Günter Burghardt Stefan Thier Alexander Seier Hermann Koch Project Manager Site Manager and Commissioning Programming and Software Programming Design, Manufacture and Assembling Assembling and Commissioning Assembling and Commissioning Assembling and Commissioning Assembling and Commissioning Fig./Bild 10 - Karsten Pankoke, Alexander Seier, Stefan Thier, Michael Kurkowiak, Raphael Albers, Günter Burghardt 30 E.ON Anlagenservice Neue Ergebnisse zum Anlassverhalten des T24 zwischen 200 °C und 700 °C Die Interpretation bezüglich Betriebsverhalten und Reparaturvarianten Zwischen 2005 und 2007 wurden mehrere neue Kohle-gefeuerte Kraftwerksprojekte in Zentraleuropa gestartet beziehungsweise initiiert. Das war nicht nur der Startpunkt einer herkömmlichen Investition; es war auch der Beginn einer neuen Kraftwerksgeneration, der 600/620 °C-Bensonklasse. Mit dem Anstieg der Endtemperaturen im Wasserdampfkreislauf fand auch ein Anstieg der Endtemperaturen in der Membranwand statt. Deshalb wurde entschieden, den neu qualifizierten Werkstoff T24 einzusetzen. Der T24 ist ein warmfester Stahl, auch bezeichnet als 7CrMoVTiB10-10 (1.7378). Unter mechanischen, physikalischen und chemischen Lasten zeigt der Werkstoff das gleiche Verhalten wie der T23. Trotz einer umfangreichen Qualifizierung traten am T24 verschiedene Schädigungen im Bereich der Schweißnaht und dabei insbesondere im Bereich der Wärmeeinflusszone (WEZ) auf. Es wurden verschiedene Ursachen für die Schädigungen diagnostiziert. Eine wesentliche war die Gefügeausbildung in der WEZ. Diese schweißtechnologisch typischen Veränderungen erhöhen die Spannungsrisskorrosion-(SpRK)-Empfindlichkeit) durch hohe Zugeigenspannungen, Gefügeausbildung und geringere Duktilität [1, 2]. Ein Teil der technischen Lösung zur Vermeidung weiterer Schäden durch die SpRK war die Spannungsarmglühung (SRHT) der Membranwand im Ganzen in einem technologischen Schritt, auch bezeichnet als „boiler heating“. Im Zuge der Umsetzung wurde der Frage nachgegangen, welche Prozesse im Material stattfinden, die die Sensibilität reduzieren. Verschiedene Untersuchungen kamen zu dem Ergebnis, dass die Reduzierung der lokalen Zugeigenspannungen und die allgemeine Homogenisierung des Spannungszustandes der Schweißnaht der Schlüssel zur Verringerung des SpRK-Risikos sind. Aus Sicht der Materialwissenschaften ist jedoch zu vermuten, dass weitere metallkundliche Prozesse stattfinden. Bild 1 Vergleich verschiedener Härtemessungen quer zu T24-Schweißnähten Fig. 1 Results of different hardness measurements across T24-welds Um zu dieser Vermutung bzw. Frage eine technische Antwort zu liefern, wurde ein Untersuchungsprogramm gestartet, das sich im ersten Schritt mit der technischen Beschreibung der WEZBildung und im zweiten Schritt mit dem Anlassverhalten der WEZ unter Verwendung von dilatometrischen und kalorimetrischen Messmethoden beschäftigte. Die Untersuchung zur Gefügeausbildung in der WEZ Der Ausgangszustand des Materials war vollständig angelassen. Es lag eine sehr feine Korngröße vor. Wie schon frühere Untersuchungen zeigten, bildete sich durch den Schweißprozess in Abhängigkeit zum Wärmeeintrag und zur Abkühlrate (t8/5 = Zeit von 800 °C - 500 °C) ein sehr komplexes Gefüge aus. Bei diesen Untersuchungen wurden auch umfangreiche Härtemessungen ausgeführt, doch deren Interpretierbarkeit war aufgrund des festzustellenden Streubandes nicht eindeutig. Ein Beispiel der streuenden Messergebnisse ist auf Bild 1 zu sehen. Entsprechend dieser Erfahrung wurde eine Untersuchung gestartet, die in größerer Präzision die Beziehung von Härte und Gefüge an einer Beispielnaht beschreibt. Bild 2 aus dieser Untersuchung zeigt z. B. den signifikanten Strukturwechsel in der WEZ. Die Mikrohärte steigt bei dieser Naht in der WEZ bis zu 394HV0.3. Bei der Bewertung dieses Wertes ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Mikrohärte leicht höhere Werte generiert als die Normallasten wie HV5 und HV10. In der WEZ wurden Bainit und Indikationen von Martensit gefunden. Aufgrund dieser Befunde wurde die Frage gestellt, in welchen Mengenverhältnissen Bainit und Martensit in der WEZ gebildet werden. Um diese Frage zu beantworten, war es notwendig, ein kontinuierliches Schweiß-Zeit-Temperatur-Umwandlungsschaubild (S-ZTU-Diagramm) zu entwickeln. Journal 31 New results of the tempering behavior of T24 between 200 °C and 700 °C Their interpretation regarding service and additional repair Between 2005 and 2007 a lot of new coal-fired power plant projects were initiated in Germany. That was not only the start of normal investment. It was also the start for the new class of the 600/620 °C supercritical steam generators in Central Europe. With the increase of the end temperature in the water-steam-cycle, there is also an increase in the end temperature of the membrane wall. Therefore it was decided to use the qualified material T24. The T24 is a high temperature steel equally described as 7CrMoVTiB10-10 (1.7378). For most mechanical, physical and chemical loads it has the same behaviour as T23. But different damage was found when using T24; this was particularly the case in the heat affected zone (HAZ) of the weld during first commissioning. Different causes were investigated. One of them was the influence of the welding process on the material structure. The change in the HAZ could increase the stress corrosion cracking (SCC) susceptibility by tension stress level, structure and lower ductility [1, 2]. One part of the technical solution to prevent additional damage was the stress relief heat treatment (SRHT) of the complete membrane wall in one technological step also called „boiler heating“. The question was raised as to which processes take place inside the material to reduce the risk. Different investigations concluded that the reduction of the local residual tension stress Fig. 2 Microstructure and micro hardness of the t24-test weld; the microsection etched with 6 % HNO3, a) parent material in the as-delivered conditions, b)-d) different parts of the HAZ Bild 2 Mikrogefüge und Mikrohärte einer T24-Versuchsschweißung; das Gefüge wurde mit 6 % HNO3-Säure geätzt a) das Grundmaterial im Anlieferungszustand, b)-d) verschiedene Bereiche der WEZ and the homogenising of the stress state around the weld provide the main cause of the reduction of SCC susceptibility. From the point of view of material science, it was assumed that additional mechanisms take place. In order to answer that question, a program was started to evaluate the generation of the HAZ structure when welding. After these investigations, calorimetric and dilatometric measurements were performed to identify the assumed material change. The Investigation of the Structure Development in the HAZ when Welding The as-delivered condition of material is fully tempered. The grain size is normally very fine. The welding process generates a very complex structure related to the different heat input and the different cooling rates (t8/5 = time from 800 - 500 °C). Many hardness measurements were performed, but the answer was not clear because of the scatter band. An example of the diffuse investigation results can be seen in figure 1. Due to this fact, an investigation was carried out to describe the relation of hardness and material structure at the weld more precisely. Figure 2 shows the significant change in structure of the HAZ. The micro hardness of this test weld increases in the HAZ to 394H0.3, but take note that the micro hardness is relatively higher than the normally used hardness scales such as HV5 and HV10. 32 E.ON Anlagenservice Die Untersuchung zur Ermittlung des S-ZTU-Diagramms Der Unterschied zwischen einem normalen ZTU- und einem S-ZTUDiagramm ist der Startzustand des Materials vor seiner Abkühlung [3]. Für ein normales ZTU-Diagramm ist es wichtig, als Ausgangsgefüge eine technisch basierte, normale, austenitische Struktur einzustellen. Für das S-ZTU liegt eine andere Forderung vor. Hier steht das Nachvollziehen des nicht vermeidbaren Kurzzeit-(1-3s)-Überhitzens auf ca. 1.350 °C nahe der Fusionslinie im Vordergrund. Die Erstellung des S-ZTU-Diagramms ist dann wichtig, wenn anzunehmen ist, dass der Unterschied der Startbedingungen sich signifikant in der Gefügeausbildung der WEZ bemerkbar macht. Für diese Untersuchungen wurden zwei Schmelzen mit unterschiedlichen Kohlenstoffgehalten ausgewählt (aufgelistet in Tabelle 1). Die Bestimmung der Gefügeumwandlungen erfolgt durch die Auswertung dilatometrischer Messungen. Jede Änderung in der Struktur erzeugt eine Veränderung des Volumens. Das Verhalten der Volumenveränderung in Dynamik, Zunahme, Abnahme und das Temperaturniveau bei diesem Vorgang sind Schlüsselinformationen zur Beschreibung der Gefügetransformation. Diese Untersuchungen wurden mit dem Schubstangendilatometer „Bähr 805 A/D” durchgeführt. Die Messauflösung liegt bei 10nm/0.05K. Die Abmessung der zylindrischen Proben sind Ø4x10mm. Für sehr hohe Abkühlungsgradienten wurden Hohlzylinderproben verwendet. Die Temperatur wurde mit Kontaktthermoelementen überprüft. Als Beispiel der Messungen sind drei Abkühlungsraten in Bild 3 abgebildet. Die Untersuchungen der beiden Schmelzen lieferten vier Haupterkenntnisse: • Es ist praktisch unmöglich eine Struktur mit 100 % Martensit zu erzeugen • Martensit ist auch bei langen tt8/5-Zeiten im Gefüge noch vorhanden • In der WEZ ist vor allem Bainit zu finden, jedoch mit Anteilen von Martensit • Die Menge des Kohlenstoffgehaltes beeinflusst den Gefügeanteil des Martensits. Der Anteil des Martensits steigt mit dem Kohlenstoffgehalt bei gleicher tt8/5-Zeit. Es sind signifikante Unterschiede zwischen dem normalen ZTU und dem S-ZTU festzustellen. Hieraus erschließt sich die Notwendigkeit, das S-ZTU-Diagramm für die Interpretation der WEZ und des anschließenden Anlassverhaltens anzuwenden. Tabelle/Table 1 Die chemische Zusammensetzung der zwei verwendeten Schmelzen für die S-ZTU Bestimmung Chemical analyses of the two heats for the W-TTT-investigations Die Beeinflussung der WEZ durch das SRHT Die Hauptmethode, die SpRK-Sensibilität des geschweißten T24 zu reduzieren, ist die SRHT-Behandlung des Dampferzeugers, wie schon in der Einleitung erwähnt. Die praktisch angewendeten Temperaturen des SRHT sind deutlich niedriger als die normalen Anlasstemperaturen. Deshalb wird vornehmlich angenommen, dass hauptsächlich oder ausschließlich Eigenspannungen abgebaut werden. Unter der Berücksichtigung der Hollomon-Jaffe-Betrachtung (Parameter) wurde entschieden, dass eine Langzeit-SRHTBehandlung des Boilers für diese Temperaturen notwendig ist. Die Temperaturniveaus variieren von Projekt zu Projekt von 460 °C bis zu 550 °C und in Zeiten von zwei bis vier Tagen. Bereiche mit vermuteten höheren Eigenspannungszuständen wurden mit Temperaturen von 550 °C - 600 °C über einige Stunden lokal wärmebehandelt. Die Versuchsreihen starteten mit den gleichen Temperaturund Zeitfeldern. Das bedeutete, es wurden Versuche mit 48hLaufzeit in den entsprechenden Temperaturfeldern angesetzt. Die Ergebnisse dieser ersten Versuchsserie waren jedoch nicht hundertprozentig interpretierbar. Es wurden deshalb zwei weitere Versuchsverfahren angewendet. Diese waren die dilatometrischen und die kalorimetrischen Messungen einer kontinuierlichen Aufheizung von Proben [4]. Die Versuchsdurchführung bestand aus zwei Schritten. Im ersten Schritt wurde die gewünschte partielle Struktur der WEZ eingestellt. Dieser Gefügezustand wurde danach im zweiten Schritt dem Langzeitanlassversuch (2h; 48 h) oder dem Kurzzeitaufheizversuch unterworfen. Bild 3 Dilatometrische Messungen für verschiedene t8/5-Zeiten (0.6s, 10s und 50s) Fig. 3 Dilatometric measurements for different t8/5-times (0.6sec, 10sec and 50sec) Journal 33 Bainit and indications of martensite were found In the HAZ. Due to these findings, the focus was turned to the question of how great was the proportion of bainit and martensite that had been generated in the HAZ. To answer that question it was necessary to develop a welding-time-temperature-transformation diagram (W-TTT-diagram). The Investigation for the W-TTT-Diagram The difference between a normal TTT-diagram and a W-TTT diagram is the starting-point condition of the material before it is cooled down with different cooling gradients [3]. For the normal TTT-diagram it is important to have the technically-based normalized austenitic structure which is necessary for the correct structure after passing the AC1-temperature. The W-TTT-diagram is different. The starting point is more closely related to the unavoidable short-time (1-3sec) „over heating“ of about 1350 °C near to the fusion-line. It means if the steel could be influenced by these special starting conditions, then a W-TTT-diagram is needed to understand the different material structures in the HAZ. Two different heats of the T24 with different carbon contents were examined. The method to examine the transformation behaviour is the dilatometric measurement. Each change in structure generated by temperature induces a change in volume. The behaviour of the volumetric change as gradient, increase, decrease and the temperature level taking place give the key information on the nature of the transformation. The investigations were performed with the connection rod dilatometer „Bähr 805 A/D“. The resolution of the measurement device is 10nm/0.05K. The dimensions of the specimens are a normal cylinder Ø4x10mm and a hollow cylinder for very high cooling gradients. The temperature is checked by thermocouples. An example of the measurements with three cooling rates can be seen in figure 3. The results of both heats provided four main results: • It is practically impossible to generate a structure of 100 % martensite. • Martensite is still present also at longer tt8/5-times. • Mostly bainit should be found in the HAZ but also a proportion of martensite in special areas. • The content of carbon influences the amount of martensite. The proportion of martensite increases with carbon content at the same t8/5-time. Significant differences between the normal TTT- and W-TTTdiagram were found that implies how important it is to use W-TTTcompatible material for the analysis of the tempering behaviour of the HAZ. Fig. 4 W-TTT-diagram of heat 2 (T24-02) with the higher carbon content Bild 4 S-ZTU-Schaubild von Schmelze 2 (T24-02) mit dem höheren Kohlenstoffgehalt The Transformation of the Weld and the SRHT into an Experimental Field The main procedure to reduce the SCC-susceptibility of the welded T24 is SRHT of the boiler, as mentioned in the introduction. The practically applicable temperatures for the SRHT are lower than the normal tempering temperature. So the main assumed influence of the process is the reduction of the residual tensile stresses. Under reflection of the Hollomon-Jaffe-interpretation, it was decided to use a long-term SRHT for the boiler. The temperature levels differ from project to project from 460 °C to 550 °C and in time from two to four days. Some parts with assumed higher residual stress levels were heat treated locally between 550 °C 600 °C for some hours. Fig. 5 The two different test routes to investigate the tempering behaviour of a specific part of the HAZ; a) the long-term tempering test, b) the short-term heating up test Bild 5 Die zwei unterschiedlichen Versuchsvarianten zur Untersuchung des Anlassverhaltens spezifischer Bereiche der WEZ; a) der Langzeitanlassversuch; b) der Kurzzeitaufheizversuch 34 E.ON Anlagenservice Für die Versuche wurden im ersten Schritt WEZ-Gefüge mit tt8/5-Zeiten von 10s und 60 s eingestellt. Das Schubstangendilatometer wurde dabei zur Herstellung des spezifischen WEZ-Gefüges und zur Untersuchung des Anlassverhaltens im Langzeit- und Kurzeitversuch genutzt. Die Durchführung Interaktion von Ergebnissen und neuen Versuchsvorgaben Das Versuchsprogramm wurde mit den Langzeitanlassexperimenten über 2h mehr zur Orientierung als zur Interpretation gestartet. Danach war geplant, die Versuche für verschiedene Temperaturen auf über 48h auszudehnen. Bei der Durchführung stellte sich heraus, dass das Versuchsvorhaben technisch deutlich anspruchsvoller war als zuerst angenommen. Ursachen hierfür waren die extrem geringen Volumenänderungen aufgrund des geringen Kohlenstoffgehaltes der Legierungen und notwendige Anpassungen des Dilatometers für Langzeitmessungen. Nach der ersten Versuchsreihe wurde durch die vergleichende Bewertung der Versuchsergebnisse eine erste Beschreibung des komplexen Werkstoffverhaltens vorgenommen. Die Dynamik des Prozesses ist in Teil a) und die Absolutwerte sind in Teil b) von Bild 6 dargestellt. Die Volumenveränderung unterscheidet sich deutlich in ihrer Dynamik und absoluten Werten für die Bereiche von 450 - 550 °C und von 575 - 625 °C. Die Absolutwerte für 450 °C - 550 °C sind sehr niedrig und beschreiben eine Kontraktion. Im Gegensatz dazu existiert zwischen 575 °C - 625 °C ein sehr dynamisches Verhalten und der Prozess führt zu einer Volumenzunahme, welche nach 2h noch nicht beendet ist. Es wurde entschieden, die Ergebnisse der ersten Versuchsreihe mit kontinuierlichen Aufheizversuchen von RT bis 700 °C zu ergänzen und diese dilatometrisch und kalorimetrisch zu messen. Diese Resultate ergänzten und unterstützen die Interpretation der Anlassversuche zwischen 450 °C - 550 °C mit Hilfe des Vergleiches der anderen Temperaturgebiete. Die kalorimetrisch gemessenen Aufheizversuche wurden mit unterschiedlichen Aufheizgradienten gefahren. Diese Ergebnisse zeigen zwei Hauptbereiche der Volumenzunahme 150 °C - 300 °C und 575 °C - 650 °C für niedrige Aufheizgradienten (Bild 7). a) Mit der Zunahme des Aufheizgradientens ist es möglich, die Reaktion des Bereiches „150 °C - 300 °C“ auf höhere Temperaturen zu verschieben. Die zweite Hauptvolumenzunahme „575 °C 650 °C“ wird ab einem Aufheizgradienten von 0.5K/s bis zum Ende des Versuchsfeldes von 700 °C unterdrückt. Das Temperaturfeld für eine Volumenkontraktion wird bei 0.02K/s zwischen 320 °C und 525 °C gefunden und verschiebt sich zu höheren Temperaturen bei 0.5K/s und wird vollständig unterdrückt ab 2K/s. Die kalorimetrischen Werte beschreiben die vier bekannten Anlassstufen des Martensits (mit a, b, c, und d in Bild 8). Die erste Reaktion (a) ist die Bildung von kohärenten Ausscheidungen des e/h Karbides (für diesen Stahl eher e = Fe2,4C). Die nächsten Schritte in (b) und (c) sind die graduellen Veränderung der Ausscheidungen zu teilkohärenten Übergangskarbiden und Fe3C. In (d) ist die kontinuierliche Zunahme der exothermen Reaktion festzustellen. Es ist anzunehmen, dass sich nun alle Übergangskarbide in Fe3C umwandeln. Um 600 °C entwickeln sich Chromkarbide. Bild 8 Kalorimetrische Daten von T24-02 für eine Aufheizrate von 0.02 K/s Fig. 8 Calorimetric curves of T24-02 for a heating rates of 0.02 K/s b) Bild 6 Die Ergebnisse der 2h-Glühung der 10s-t8/5-Proben; a) die kontinuierliche Dehnungsänderung als Information über die Dynamik des Prozesses, b) die Absolutwerte nach 2h Fig. 6 The results of the 2h-tempering test of the 10 sec t8/5-samples; a) the continuous change as information of the dynamic of the process, b) the absolute values after 2h Journal 35 Fig. 7 The derivative of the change of elongation (volume) against temperature change (T24-02) Bild 7 Die 1. Ableitung der Volumenänderung gegen die Temperatur (T24-02) The test procedure started with the same range of temperature and time. That meant starting with tests of about 48h in the same temperature range. The results of this first step are not hundred percent interpretable. Two further procedures were used to analyse the specific material behaviour. These were the dilatometric and calorimetric measurements of continuously heated specimens [4]. The test procedure consisted of two steps. The first step was the generation of the interesting parts of the HAZ and the second step was the long-term tempering test (2h; 48h) or the short-term heating up test. As-weld samples with a t8/5-time of 10 sec and 60 sec were used for both test routes. The connection rod dilatometer was used additionally for the generation of the „as-welded” material and the investigation of the tempering phase and of the heating up behaviour. The Workflow the Interaction of Results and New Test Procedures The test program starts with a long-term-tempering experiment of 2h, more for orientation than for interpretation. It was planned in the second step to continue with several tests over 48h. Procuring verifiable data was extremely challenging. Because the changes in volume are very small in respect to the low carbon content, and the dilatometer is more suitable for very short-term tests. After the first batch of tests, a comparison of the results describes a complex behaviour of the material. The dynamic of the process is shown in part a) of figure 6 and the absolute value in part b). The elongation behaviour in dynamic and absolute value between 450 - 550 °C and 575 - 625 °C is very different. The values of 450 - 550 °C are very low and there is a reduction in volume. In contrast to that, there exists a very dynamic process between 575 - 625 °C. The process leads to an increase in volume which is not finished after 2h. It was decided to verify the results of the first batch with continuously heating up tests (from RT to 700 °C) measured with the dilatometer and the calorimeter. The results help to interpret the tempering behaviour between 450 - 550 °C by comparison with the other temperature ranges. The heating up test for the calorimeter was performed with different heating gradients. These results show two main volume expansion areas 150 - 300 °C and 575 - 650 °C for low heating gradients (figure 7). With the increase of the heating gradient it is possible to transfer the reactions of 150 - 300 °C to higher temperatures. The second main expansion sequence of 575 650 °C is already supressed by gradients of 0.5K/s until the test run end of 700 °C. The temperature area of volume reduction is found for the 0.02K/s between 320 °C and 525 °C and is also transferred to higher temperatures at 0.5K/s and is already suppressed at 2K/s. The calorimetric indicates the known four tempering steps of martensite (with a, b, c, and d in figure 8). The first reaction (a) is the coherent precipitation of the e/h carbides (for this steel grade rather e = Fe2,4C). The next steps in (b) and (c) are the gradual conversions of the precipitations to partly coherent transient carbides and Fe3C. In (d) a continuous increase of exothermic reactions is indicated. It should be assumed that all transient carbides are transformed to Fe3C. Around 600 °C chromium carbides are developed. 36 E.ON Anlagenservice Interpretation und Schlussfolgerung Der beste Weg zur Analyse des Werkstoffverhaltens im Temperaturbereich von 450 °C - 600 °C ist die kombinierte Betrachtung der Resultate des 2h-Glühversuches und die kalorimetrische Messung der Proben während des Aufheizversuches mit einer Aufheizrate von 0.02K/s in Bild 9. Es konnte dargestellt werden, dass die Fe3C-Karbidbildung ab ca. 400 °C beginnt, dies aber auf einem relativ niedrigen Niveau und hauptsächlich kohärent zur vorhandenen Struktur. Dieser Ausscheidungsprozess ist bis zu einer Temperatur von 550 °C präsent. Über dieser Temperatur bilden sich zusätzlich Chromkarbide und die Fe3C-Karbide werden größer und inkohärent. Um 600 °C bilden sich die Fe3C-Karbide vornehmlich an den Großwinkelkorngrenzen. Zurzeit werden aufgrund dieser Analysen drei unterschiedliche Gefügestrukturen des T24 angenommen: • I: 400 - 530 °C-Bereich mit sehr feinen teilkohärenten Fe3C und feinen, unter Langzeiteinfluss entstehenden Chromkarbiden • III: 580 - 625 °C-Bereich mit Fe3C und Chromkarbiden hauptsächlich an Korngrenzen, ohne das Erzeugen eines feinen Ausscheidungsnetzwerks im Korn • II: 550 °C - 580 °C-Bereich als Übergangsbereich I und II Das Materialverhalten der drei verschiedenen Behandlungszustände wird sich unterscheiden und dies besonders in der Duktilität. Im nächsten Schritt der Untersuchungen werden verschiedene niederzyklische Ermüdungsversuche (LCF-Versuche) unter anwendungsrelevanten Temperaturen durchgeführt, um das Verhalten der WEZ der T24-Schweißnähte für den Betrieb prognostizieren zu können. Bild 9 Die Korrelation zwischen den Absolutwerten der Volumenänderung nach 2h-Anlassen und den kalorimetrischen Werten aus den Aufheizversuchen bei Aufheizraten von 0.02K/s. Es werden drei Bereiche beschrieben (I, II und III). I – sehr feine und teilkohärente Fe3C-Karbide in einer homogenen Verteilung, II – das Übergangsgebiet, III – inkohärente Fe3C-Ausscheidungen und Chromkarbide an Korngrenzen, teils inkohärente Fe3C-Ausscheidungen im Korn. Fig. 9 Correlation between absolute values of volume change after 2h-tempering and the caloric energy from the test of a heating rate with 0.02 K/s. It describes three parts (I, II and III) I – very fine, partly coherent Fe3C-precipitations in a homogeneous distribution, II – the transient area, III – incoherent Fe3C-precipitation and chromium carbides at grain boundaries, some incoherent F3C precipitations in the grain. Journal 37 The Interpretation and the Conclusions The best way to analyse the material behaviour of the temperature area from 450 °C - 600 °C is to combine the results of the 2h-tempering test and of the calorimetric test for 0.02K/s in figure 9. It could demonstrate that the Fe3C-carbides start from 400 °C but at a low level and more partly coherent to the existing structure. This precipitation behaviour is still on going up to 550 °C. Above this temperature chromium carbides are developed and Fe3C could be bigger and incoherent. Around 600 °C Fe3C could be generated mainly at wide angle grain boundaries. At the moment it is assumed that three different structures in the T24 are available: • I: 400 - 530 °C-part with very fine partly coherent Fe3C and fine long-term service develop chromium carbides • III: 580 - 625 °C-part with Fe3C and chromium carbides mainly at grain boundaries, without a fine precipitation network in the grains • II: 550 - 580 °C-part as transient area between I and II The material behaviour of the three stages is assumed as different especially in the ductility. The next step of investigations is to perform different low cycle fatigue tests to find out the behaviour of the HAZ of the T24-weld under service conditions. Literature [1] Nowack, R. et al: „Qualitätsmanagment bei RWE am Beispiel des Kesselwerkstoffs T24“, VGB PowerTech, Bd. Heft 11, pp. 40-44, 2011. [2] Lüdenbach, G.: „Stress corrosion cracking of T24“, Vortrag, VGB-Kongress in Mannheim, 2012. [3] Seyffarth, Peter; Meyer, Barbara; Scharff, Arite, Großer Atlas Schweiss-ZTU-Schaubilder. Düsseldorf: Dt. Verl. für Schweisstechnik DVS-Verl (Fachbuchreihe Schweisstechnik, 110), 1992. [4] Reich, M., Milkereit, B., Bader, M., Oehmigen, H.-G., and Keßler, O. 2013. „Kalorimetrische und dilatometrische Analyse des Anlassverhaltens in der Wärmeeinflusszone von Schweißnähten des Stahls T24“. HTM 68, 6, 274–282. 38 E.ON Anlagenservice An dieser Ausgabe wirkten mit Contributing authors Martin Proll Vertrieb/Sales Management Hydro Power Service Wind Power Geschäftsbereich Hydro & Wind Power Hydro & Wind Power Division Michael Wieser Tauchen/Technical Diving Geschäftsbereich Hydro & Wind Power Hydro & Wind Power Division M +1 60-90 42 80 54 T +49 8 71-6 94-41 44 M +49 1 74-1 66 17 71 Helmut Schlüter Generatoren/Generators Geschäftsbereich Maschinentechnik Rotating Technology Division T +49 2 09-6 01-85 87 M +49 1 71-2 89 87 88 David Muschalik Projektierung/Auftragsabwicklung Project Development and Order Processing Geschäftsbereich Apparate-/ Kesseltechnik Mechanical Technology Division Michael Kurkowiak Messtechnik Measurement Technology Geschäftsbereich Elektro-/Leittechnik E, C&I Technology Division T +49 2 09-6 01-52 48 M +49 1 73-6 01 45 79 Raphael Albers Messtechnik Measurement Technology Geschäftsbereich Elektro-/Leittechnik E, C&I Technology Division M +49 1 75-9 35 68 34 T +49 2 09-6 01-56 14 M +49 1 60-3 67 00 97 Bernd Freund Vertrieb und Auftragsabwicklung Sales Management and Order Processing T +49 61 86-29-50 05 M +49 1 79-2 09 75 31 Dr. Mirko Bader Werkstofftechnik Material Engineering Geschäftsbereich Systemtechnik Systems Technology Division T +49 2 09-6 01-52 12 M +49 1 73-7 07 87 20 Journal 39 News and project highligts 2002 Ausgabe/Issue 1 2003 Ausgabe/Issue 2 2004 Ausgabe/Issue 3 2005 Ausgabe/Issue 4 2005 Ausgabe/Issue 5 2006 Ausgabe/Issue 6 2006 Ausgabe/Issue 7 2007 Ausgabe/Issue 8 2007 Ausgabe/Issue 9 2008 Ausgabe/Issue 10 2008 Ausgabe/Issue 11 2009 Ausgabe/Issue 12 2009 Ausgabe/Issue 13 2010 Ausgabe/Issue 14 2010 Ausgabe/Issue 15 2011 Ausgabe/Issue 16 2011 Ausgabe/Issue 17 2012 Ausgabe/Issue 18 2012 Ausgabe/Issue 19 2013 Ausgabe/Issue 20 2013 Ausgabe/Issue 21 2014 Ausgabe/Issue 22 2014 Ausgabe/Issue 23 Die aktuelle Ausgabe senden wir Ihnen gern regelmäßig zu. Lassen Sie sich registrieren. If you would like to receive the latest edition of our Journal on a regular basis, please register. pia.schulte@eon.com Imprint Published by: E.ON Anlagenservice GmbH© Bergmannsglückstraße 41-43 45896 Gelsenkirchen Germany Edited by: Christian Mehrhoff Photographs: Archive Editorial processing by: Doris Geisbusch – DMG Composition: druck + graphik manumedia gmbh
Similar documents
April 2015 Kundenmagazin/Customer Magazine
Im Journal Nr. 22/April 2014 berichtete Klaus Glasenapp über
More informationKundenmagazin – Neues aus der Welt der Uniper Anlagenservice
the quality of the delivered work and their dedication. Gijs Geenard Expert Electrical Equipment Engie – BU Generation Europe European Maintenance Support
More information