«Rock`n`Revolt»
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«Rock`n`Revolt»
Medienmitteilung «Rock’n’Revolt» Letzter Teil der Trilogie: Sex, Drugs and Rock'n'Roll! Ein Theaterprojekt von Kolypan für Jugendliche und Erwachsene ab 12 Jahren Regie Fabienne Hadorn & Michael Steiner Auf der Bühne Vivien Bullert Fabienne Hadorn Thomas U. Hostettler Gustavo Nanez PREMIERE: Fr 24. Oktober 2014 um 19.00 Uhr Fabriktheater Rote Fabrik In Koproduktion mit dem Fabriktheater Rote Fabrik, Zürich I. Zum Stück Kolypan sucht die Super-Jugendprotestkulturband! In ihrem letzten Teil der Theatertrilogie: Sex, Drugs and Rock'n'Roll widmet sich die Zürcher Theatergruppe Kolypan nach der Kult-Aufklärungsmission in Sachen Liebe («Pussy’n’Pimmel») und nach dem tiefem Einblick in die Welt der Süchte («Joints’n’Chips») nun mit «Rock’n’Revol» der Sprengkraft des musikalisch unterlegten jugendlichen Lebensgefühls. «Rock'n'Revolt» ist ein fiktives Experiment in Form eines theatralen Mockumentary. Vier illustre Fachexperten für Musik und Jugendkultur schleusen das Publikum über Initiationsrituale und Castingshow-Elemente in die harte Schule des Rock’n’Roll und die hohe Kunst des Jugendprotests. Dabei werden die Mechanismen des Mainstream und der Antihaltung trainiert, es gibt Begegnungen mit Idolen und Feindbildern, grossen Meistern und widerspenstigen Schülern. Bei alledem wird das hochexplosive Gefühlschaos pubertierender Jugendlichen analytisch ergründet und physisch erlebbar gemacht und eine nie dagewesene, ultimative Jugendprotestkultband gecastet. Schliesslich verfolgen die vier Fachexperten mit dieser Zusammenstellung kein geringeres Ziel, als die Initialzündung einer wirklich neuen Jugendbewegung mit eigenem Soundtrack. Auch im dritten Teil von Sex, Drugs and Rock'n'Roll kann sich das Publikum auf einen musikalischtheatralen Trip freuen, diesmal durch die Geschichte der Rebellion und des Rock’n’Roll - von Do Re Mi bis Fuck you all!!! II. Zu den Beteiligten Vivien Bullert Geboren 1973 in Hildesheim. 1999 hat Albrecht Hirche sie für das Theater entdeckt, der sie für zwei Jahre für das Mahagoni Ensemble verpflichtete. Sie spielte in sieben Inszenierungen mit, unter anderem in «Bad Actors», «Glaube, Liebe Hoffnung» am Schauspiel Basel und «Spiel mir das Lied von Tod» an der Volksbühne Berlin. Seitdem arbeitet sie auf deutschen und internationalen Bühnen und war u.a. Gast beim Ensemble des Theater am Neumarkt Zürich der Spielzeiten 2010/11/12/13 und der Schwankhalle Bremen. Frei schaffend tätig u.a. für krautproduktionen und für Kolypan. Seit 2001 spielt sie auch Rollen in Film und Fernsehen, unter anderem in dem Debütfilm von Felix Stienz «Puppe, Icke & der Dicke», für den sie auch den Song «Oh Boy» schrieb. Sie ist Mitbegründerin der Frauenrockbands SuperPussy Plays Guitar und Maiden Monsters. Fabienne Hadorn 1998 Abschluss der Theaterhochschule Zürich. Seither als Schauspielerin, Sängerin, Texterin und Tänzerin im freien Theater tätig, unter anderem bei freien Gruppen wie Mass & Fieber («Bambification», «Krazy Kat», «Houdini», «Die schwarze Kammer»), 400ASA («Italienische Nacht»), Barbara Weber («mother t.» und «jacko unplugged»), Cie. Sans Filtre («Flora Flamingis», «Gran Ganga», «Swiss Freak Show à Gogo») und Club 111 von Meret Matter («Stadtrandfahrt mit Müslüm», «Zum Glück»). Seit 12 Jahren produziert sie eigene Kindertheaterstücke mit ihrer Gruppe Kolypan (mehr dazu, siehe Kapitel Über Kolypan). Zudem Arbeiten als Regisseurin für freie Gruppen wie Mandarina & Co., Volk und Glory und für Anet Corti. Als Schauspielerin tätig für Film & Fernsehen (für Samir, Bettina Oberli, Giacobbo/Müller), als Sprecherin für Radio/TV, Animationsfilme und für den Hörbuchverlag Kein & Aber. Als Moderatorin für SWIXX, die Schweizer Jugendfilmtage, PREMIO, den Nachwuchspreis für Theater und Tanz sowie für Fantoche und den Schweizer Filmpreis. 2014 erhielt sie den Theaterpreis des Bundesamtes für Kultur für „Herausragende Schauspielerin“ 2 Thomas U. Hostettler Er absolvierte nach einer Lehre als Elektromonteur von 1990 bis 1994 die Hochschule für Musik und Theater in Bern. Sein erstes Engagement führte ihn an das Tiroler Landestheater in Innsbruck unter Dominique Mentha. Seit 1998 arbeitet er als freier Schauspieler an zahlreichen Stadttheatern sowie in der freien Szene in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich. Letzte Arbeiten – eine Auswahl: «Von der Kürze des Lebens», «Chronisten 1 - 4 » und «Deconstruction of Death», kraut-produktion, Regie Michael Schröder, «FABRIKK», Karl’s Kühne Gassenschau. Mit dabei bei Kolypan bei: «Joints’n’Chips» und «Pussy’n’Pimmel». Er ist Sänger in zwei Rockbands und immer wieder auch auf der Leinwand zu sehen, zuletzt als Chef Cobra in «Mein Name ist Eugen», Regie Michael Steiner, und aktuell in der Rolle des Stofferli in «Der Goalie bin ig» von Sabine Boss und als Vater bei "Unser Kind" Von Lukie Frieden. Gustavo Nanez Er studierte klassische Gitarre an der Escuela de Musica, Johann Sebastian Bach in Lima und absolvierte später eine Schauspielausbildung an der Universidad Catholica Peru. Seit 1991 lebt er in Zürich, wo er eine Gesangs- und Perkussionsausbildung an der Jazzschule Zürich machte. Heute arbeitet er als Musiker, Theaterschaffender und Songwriter, komponiert Musik für Theater, Tanz und Film. Im Jahr 2000 gründete er mit Fabienne Hadorn die Musiktheatergruppe Kolypan und produziert seither mit seiner Gruppe regelmässig Kinder- und Jugendtheaterstücke. Als Songwriter feierte er 2005 mit einer 16-köpfigen Bandformation (Gustavo delux) im Rahmen des Stadtsommers (Popkredit) die Taufe seines ersten Soloalbums «Pintame la casa» und wurde 2006 von Pro Helvetia für seine Musik im Rahmen von swixx prämiert. 2007 produzierte er sein zweites Soloalbum «No me apagues la Radio». Neben den Kolypan-Produktionen setzte er auf einer Low-Budget-Basis einfache, aber bewährte Kindergeschichten um und kreierte mit Fabienne Hadorn Adaptionen von «Der Zauberer von Oz» sowie «Rotkäppli», einem musikalischen Erlebnistheater. In seinem aktuellen musikalischen Soloprojekt «Disco Pirata» besingt er die Geschichte des letzten Piraten vom Zürichsee. Ein bunter musikalischer Stilmix für Gross und Klein aus traditionellen Schwiizerörgeliklängen und dem dumpfen Bass einer Rockgitarre. Michael Steiner Studium der Philosophie und Germanistik in Basel und Berlin. Nach einer Hospitanz am Theater Basel war er als Regieassisten in diversen freien Produktionen tätig – u.a. Mass&Fieber, Club 111, Sebastian Nübling, Sandra Strunz, Christine Rast, Ives Thuwis, Eva Bal und Beatrix Bühler. Seit 2007 arbeitet er als Theaterpädagoge, theaterpädagogische Kurse an diversen Schulen, sowie als Dramaturg und Regie-Mitarbeit bei der Theatergruppe Kolypan. 2008 gastierte er als Produktionsleiter an der Ruhr-Triennale und als Projektleiter an den Wiener Festwochen. 2011-2013 freier Dozent am Institut für Medienwissenschaft der Universität Basel. Seit 2011 Arbeiten mit dem Basler Perfomance-Kollektiv prostxzeit. Letzte Arbeit: «Some Girls», ein performativer Rock-Song-Abend über Frauen und die Stones (Roxy Birsfelden, Schlachthaus Theater Bern). III Über Kolypan Die Theatergruppe Kolypan wurde Anfang 2000 von Fabienne Hadorn und Gustavo Nanez gegründet. Etwas später kam der Beleuchtungstechniker, Lichtgestalter und Bühnenbauer, Pipo Schreiber, hinzu. Das Ziel von Kolypan war und ist, spartenübergreifende Projekte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu realisieren, zusammen mit KünstlerInnen aus Bereichen wie Musik, Film und Design. Kolypans letzte Produktion: «Miiis – Weltpolitik im Sandkasten» kam am vergangenen Zürcher Theater Spektakel zu Aufführung. Einem jungen Publikum die Weltpolitik mittels eines Theaterstückes mit spielenden Kindern in einem Sandkasten näher zu bringen, sollte doch machbar sein, zumal die Welt wie ein Sandkasten im Kleinen ist, in dem ‚kleine Kriege’ geführt und Friedensbedingungen verhandelt werden, Diktaturen und Demokratien entstehen, es Fremde und Andersgläubige manchmal schwer haben. Der grosse Erfolg von «Miiis» zeigt, dass auch komplexe gesellschaftliche, politische und sozialpolitische Fragestellungen sich allgemein verständlich herab brechen lassen. Auch für Kinder! 3 Das Stück war und wird auch 2014/2015 zu sehen sein (Fabriktheater Rote Fabrik Zürich mit Zusatzvorstellung am 1. Juni, Festival Panoptikum, Nürnberg, Theater am Gleis, Winterthur, Theater im GZ Buchegg Zürich, TAK, Theater Liechtenstein, Theater Tuchlaube Aarau, Schlachthaus Theater Bern, Theaterfrühling 2015, Winterthur, KiA, Affoltern am Albis. Im Gespräch mit Kleintheater Luzern, Theater Chur und weiteren Veranstaltern.) Die Idee, eine Aufklärungsshow für Jugendliche zu konzipieren, die keine Tabus kennt, trotzdem aber einem Publikum ab 12 Jahren gerecht werden kann, trugen Fabienne Hadorn und ihre Gruppe schon seit langem mit sich herum. Am 1. November 2007 war es dann im Schlachthaus Theater Bern so weit: «Pussy’n’Pimmel» überzeugte Publikum und Presse mit einem Mix aus Sexualkundeunterricht, Lovestorys und einer Punk-Rock-Band! Anschliessend war das Stück im Theaterhaus Gessnerallee, am Festival Blickfelder, im Casino Theater Winterthur und bei Schöne Aussicht in Stuttgart zu sehen. Im November 2008 wurde «Pussy’n’Pimmel» anlässlich des IETM Meeting wieder in Zürich gezeigt. Es folgten Vorstellungen u. a. im Kurtheater Baden, im Jungen Theater Basel, im Casino Winterthur und in Friedrichshafen. Nach diesem Aufklärungsstück, das auch von Erwachsenen begeistert aufgenommen wurde, entschied sich Kolypan mit dem Stück «Pandabu» für das Spannungsfeld von Ökologie und Hightech, im Wissen, dass sich Kinder bereits in einer sehr frühen Lebensphase mit dem Thema Umweltschutz auseinandersetzen. Neben der Öko-Thematik sollte auch die Musik eine grosse Rolle spielen. Das Ziel war, einen idealen Mix aus Theatralem und Musikalischem auf die Bühne bringen. Die Figuren Geo, Ego und Eco sowie die Fudimanngöiggis-Puppen, die Nahrungsketten und die eigens komponierten Lieder konnten im von Sergio Constantine gezeichneten Comic für Kinder betrachtet, nachgelesen und auf einer CD angehört werden. Da Aufklärung auch auf dem Gebiet der Sucht von Nöten ist, entwickelte Kolypan 2011 das Stück «Joints'n'Chips», das sich auch den so genannt stoffungebundenen Abhängigkeiten wie Kaufsucht, Spielsucht, Ess-Brechsucht, Sportsucht oder Onlinesucht widmete. Die Premiere war im Fabriktheater Rote Fabrik am 10. Dezember 2011 und begeisterte jung und alt. Anschliessend fanden Vorstellungen statt im Theater Tuchlaube Aarau, im Kurtheater Baden und im Schlachthaus Theater Bern. Das renommierte internationale Festival Tweetakt wurde am 23. März 2012 mit «Joints’n’Chips» offiziell eröffnet. Neben «Joints’n’Chips» wurde auch «Pussy ‚n’ Pimmel» ans Festival eingeladen. Dank der Unterstützung von Pro Helvetia (Übersetzung ins Holländische / Untertitelung / Reise- und Transportkosten von zwei Bühnenbildern) wurde Kolypan ermöglicht zwei technisch aufwändige Stücke aus ihrem Repertoire an einem Festival zeigen zu können! Am 23. Februar 2013 wird «Joints’n’Chips» den vom Veranstalter Rave it Safe organisierten Grossanlass in der Reithalle Bern eröffnen. Zu ihrem 10jährigen Bestehen begab sich Kolypan mit dem Stück «Mapi-Land» (kurz für Mami-Papi-Land) unter der Regie von Meret Matter wieder ins Kleinformat mit zwei Schauspielern - den Gründern Fabienne Hadorn und Gustavo Nanez. Der Wunsch der Gruppe war, wieder einmal nur zu zweit, mit Musik und vielen Objekten eine Geschichte für Kinder zu erzählen, die auch Erwachsenen gefällt. Und so schlüpfte Hadorn in die Rolle der neunmalklugen Lili – was ihr nicht im Geringsten schwer fiel - und Nanez gab den kleinen Pepe – wozu er sich auch nicht extrem verbiegen musste. Verkleidet als Superheldin und als Cowboy erfreuten sie 2011 das Zürcher Theaterspektakelpublikum. 2011 standen für «Mapi-Land» auf dem Programm: Theater im GZ Buchegg, Zürich, das Kurtheater Baden und das Schlachthaus Theater in Bern. 2012 wird das Stück u.a bei KiK in Affoltern zu sehen sein. Ganz zu beginn von Kolypans Schaffen standen: «Vladimir-Show» (ZKB-Annerkennungspreis am Theaterspektakel 2002), ein Stück über ausrangierte Spielsachen, das in vielen Theatern und an Festivals in der ganzen Schweiz, in Deutschland, Österreich und sogar in Albanien zu sehen war und bis 2011 immer wieder gezeigt werden konnte. Mit «Heidi» knüpfte Kolypan an den Erfolg von «Vladimir Show» an. Das Musiktheater über die erfolgreichste Schweizerin und ihre Geschichte wurde im März 2004 als Koproduktion mit dem Festival Blickfelder im Theater an der Sihl uraufgeführt und in war ‚fast’ allen Deutschweizer Theater zu sehen. Im Mai 2005 gastierte «Heidi» auf Einladung von Präsenz Schweiz im Schweizer Pavillon an der Weltausstellung in Japan und tourte danach durch das Land. 2006 erlebte «Vladimir Show» ein Revival und «Heidi» wurde erstmals in voller Länge in Französisch (La Bâtie, Festival de Genève) und in Italienisch (Teatro del Buratto, Milano) uraufgeführt. Ein Jahr später war auch «Vladimir Show» in einer französischen Version bei La Bâtie zu Gast. Anfang 2008 tourte Heidi» durch Frankreich und gastierte wiederum in Genf, die «Vladimir Show» im Centre de la Cité, Lausanne. 4 Last but not least: Im Herbst 2005 entstand in Koproduktion mit dem Fabriktheater der Roten Fabrik «Les Syrènes – Ein Boatmovie für drei Göttinnen». Nach dem Krieg wollte er nur noch schnell nach Hause fahren, zu seiner Frau, und dann wurde daraus die Reise der Reisen. Ein Sturm zerfetzte das Schiff, eine Zauberin verwandelte die Gefährten in Schweine, Monster lauerten auf den Klippen – Odysseus wurde nichts erspart. Auch nicht bei «Les Syrènes»! «Alergia Alegría» wurde 2003 am Theaterspektakel erfolgreich aufgeführt. Nebst Gastspielen in der Schweiz wurde die Lebensberatungs-Show mit Ritmo Latino, kubanischer Santería und integrierter Reality-Soap auch in einer englisch/spanischen Fassung. 5