Satzung zur Förderung von Veranstaltungen
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Satzung zur Förderung von Veranstaltungen
B€rgerr•ume Stuttgart West Tr•gerverein MTV Stuttgart 1843 e.V. Bebelstr.22 70193 Stuttgart www.brs-west.de Fax.: 0711/673123-8 Tel.: 0711/673123-9 auskunft@brs-west.de Satzung zur F€rderung von Veranstaltungen gemeinn•tziger Vereine Der Gemeinderat der Landeshauptstadt Stuttgart hat aufgrund von ‚ 4 der Gemeindeordnung f•r Baden-W•rttemberg am 14. November 2002 die Satzung zur F€rderung von Veranstaltungen gemeinn•tziger Vereine beschlossen und in einigen Punkten mit Beschluss vom 27. November 2003 angepasst bzw. konkretisiert. Nachfolgend ist die ab 1. Januar 2004 g•ltige Fassung der Satzung abgedruckt: Gemeinn€tzige Vereine mit Sitz in Stuttgart sind als wichtiger Bestandteil des st•dtischen Lebens auf die Unterst€tzung der Landeshauptstadt Stuttgart angewiesen und sollen aufgrund ihrer Bedeutung f€r das Gemeinwesen €ber die bereits bestehenden F‚rderungen hinaus in der Durchf€hrung von Veranstaltungen unterst€tzt werden. Ungeachtet dieser Aussage besteht auf die Gew•hrung der in dieser Satzung festgeschriebenen F‚rderungen kein Rechtsanspruch, weil freiwillige Leistungen in diesem Sinne nur m‚glich sind, soweit Haushaltsmittel zur Verf€gung stehen. Unabh•ngig davon beh•lt sich die Landeshauptstadt Stuttgart vor, diese Mittel entsprechend den haushaltspolitischen Vorgaben des Gemeinderats einzusetzen. Die F€rderung setzt sich aus den nachfolgenden Punkten zusammen: I. Kreis der Gef€rderten A. Gef€rdert werden 1. Veranstaltungen gemeinn€tziger Vereine und anderer gemeinn€tziger Organisationen (gemeinn€tzige Stiftungen, gemeinn€tzige GmbHs u. •.) mit Sitz in Stuttgart. Der Nachweis €ber die Gemeinn€tzigkeit ist bei Antragstellung durch Vorlage eines entsprechenden Bescheides des Finanzamtes zu erbringen. Soweit eine Eintragung im Vereinsregister des Amtsgerichts Stuttgart besteht, ist hier€ber ebenfalls ein Nachweis vorzulegen. 2. Veranstaltungen von Ortsverb•nden politischer Parteien, wenn sie nicht in einem Zeitraum von 12 Wochen vor einem Wahl- oder allgemeinen Abstimmungstermin liegen. 3. in Ausnahmefƒllen: a) Veranstaltungen nicht gemeinn€tziger Vereine und sonstiger Organisationen mit Sitz in Stuttgart (Selbsthilfegruppen, Lokale Agenda u.•.) dann, wenn sie aufgrund eines entsprechenden Antrages vom zust•ndigen Fachamt oder Bezirksamt als besonders f‚rderungsw€rdig eingestuft werden. Seite 2 von 6 b) Veranstaltungen Dritter, wenn der Zweck / der Erl‚s der Veranstaltung einem in Stuttgart ans•ssigen Verein oder einer anderen im Kreis der Gef‚rderten genannten Organisation (Ziffer I, Buchstabe A, Nrn. 1. bis 3 a) zugute kommt. B. Voraussetzung f•r die F€rderung Die unter Buchstabe A., 1. – 3. genannten Veranstaltungen m€ssen: 1. mit den Grunds•tzen der demokratischen Grundordnung vereinbar sein, 2. zur Belebung des Stadtbezirks bzw. des Stadtteiles beitragen, 3. ‚ffentlich sein. C. Nicht gef€rdert werden 1. private Veranstaltungen, 2. kommerzielle Veranstaltungen, 3. Veranstaltungen mit stadtbezirks- oder stadtteil€bergreifendem Charakter, soweit keine Ausnahme nach Ziffer I, Buchstabe A, Nrn. 1 bis 3 ausdr€cklich genehmigt wird, 4. Veranstaltungen der Gewerkschaften, Arbeitgeberverb•nde, Kirchen sowie anerkannter Religionsgemeinschaften (K‚rperschaften des ‚ffentlichen Rechts). II. Gegenstƒnde der F€rderung A. Veranstaltungen im €ffentlich gewidmeten Stra„enraum 1. Die f€r Veranstaltungen im ‚ffentlich gewidmeten Stra„enraum anfallenden Sondernutzungsgeb€hren gem•„ der Satzung €ber Erlaubnisse und Geb€hren f€r Sondernutzung an ‚ffentlichen Stra„en in Stuttgart (Ordnungsziffer 6/7 des Stuttgarter Stadtrechts) und die dabei anfallenden Verwaltungsgeb€hren werden dem unter Ziffer I. genannten Kreis der Gef‚rderten nicht in Rechnung gestellt. Die entfallenden Geb€hren werden aus den hierf€r bereitstehenden Haushaltsmitteln der Landeshauptstadt Stuttgart gedeckt. 2. Die nach Bundes- und Landesrecht erhobenen Verwaltungsgeb€hren werden dem unter I. genannten Kreis der Gef‚rderten ebenfalls nicht in Rechnung gestellt, sondern aus den hierf€r zur Verf€gung stehenden Haushaltsmitteln der Landeshauptstadt Stuttgart gedeckt. Seite 3 von 6 3. Die Verwaltungsgeb€hren f€r gastst•ttenrechtliche Genehmigungen sowie f€r veranstaltungsbezogene Durchf€hrungskosten (z.B. Feuerwerk, Schilderaufstellung, Ordnereinsatz etc.) hat der Veranstalter zu tragen. 4. Eine Begrenzung in der Anzahl der Veranstaltungstage bzw. beg€nstigten Veranstaltungen pro Jahr erfolgt nicht. 5. Die F‚rderung von Veranstaltungen im ‚ffentlich gewidmeten Stra„enraum erfolgt unabh•ngig von der nur einmal j•hrlich gew•hrten F‚rderung nach Ziffer II, Buchstabe B. B. Veranstaltungen in Rƒumen, auf Plƒtzen und in Bƒdern der Landeshauptstadt Stuttgart sowie im Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle und in der Sƒngerhalle Untert•rkheim 1. Veranstaltungen/Veranstaltungsdauer im Sinne dieser F€rderung 1.1 Veranstaltungen im Sinne dieser F‚rderung nach Buchstabe B werden nur einmal j•hrlich gef‚rdert. Im …berlassungsantrag hat der Verein zu erkl•ren, dass er die F‚rderung gem•„ dieser Satzung f€r diese bestimmte Veranstaltung in Anspruch nehmen will und dass er sie in diesem Kalenderjahr noch nicht anderweitig erhalten hat oder beantragen wird. 1.2 Die Dauer dieser gef‚rderten Veranstaltung ist in der Zahl der Veranstaltungstage nicht begrenzt. 1.3 Die notwendigen Auf-/Abbauzeiten sowie die veranstaltungsspezifischen Proben (z. B. Generalprobe, Stellprobe, Soundcheck o. †.), die nicht an den Veranstaltungstagen geleistet werden k‚nnen, werden ebenfalls gef‚rdert. 2. Veranstaltungsorte Als st•dtische R•ume, Pl•tze und B•der im Sinne dieser Satzung gelten insbesondere: 2.1 B€rgerh•user, Kursaal Bad Cannstatt, Carl-Zeiss-Planetarium, Eissportzentrum Waldau, Gustav-Siegle-Haus, Turn- und Versammlungshallen, Sporthallen, 2.2 Festpl•tze, 2.3 Schulh‚fe, 2.4 Hallen- und Freib•der. Seite 4 von 6 2.5 Ein Anspruch auf die …berlassung der unter 2.1 bis 2.4 genannten Veranstaltungsorte zu einem bestimmten Termin besteht nicht. 2.6 Bei der Beantragung der Freiveranstaltung sollen Gr‚„e und Art des Veranstaltungsortes im angemessenen Verh•ltnis zur erwarteten Besucherzahl und dem Anlass der Veranstaltung stehen. 3. Sonderregelungen hinsichtlich der Veranstaltungsorte Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle und Sƒngerhalle Untert•rkheim Sonderregelungen gelten f€r 3.1 das Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle 3.2 die S•ngerhalle Untert€rkheim Veranstaltungen, die in den vorgenannten Einrichtungen durchgef€hrt werden, werden nur maximal bis zur H‚he der anfallenden f‚rderf•higen Kosten von z. Zt. 560 € (10-facher H‚chst-Stundensatz einer st•dtischen Turn- und Versammlungshalle) pro Veranstaltungstag gef‚rdert. Berechnungsgrundlage im Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle ist der dem Veranstalter gew•hrte erm•„igte Raummietpreis. 4. Umfang der F€rderung 4.1 Von der Landeshauptstadt Stuttgart werden folgende Kosten getragen: a) die Grundmiete (Ausnahmen: Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle und S•ngerhalle Untert€rkheim – vgl. Ziffer 3.) b) die Grundnebenkosten (Kosten f€r Energie, Normalreinigung, Technik- und Beleuchtungsbereitstellung). 4.2 Vom Veranstalter sind folgende Kosten zu tragen: a) Sonderreinigungskosten (falls erforderlich) b) Veranstaltungsbezogene Kosten (z. B. feuerpolizeiliche Abnahmen, Sonderaufbauten, Geb€hren f€r gastst•ttenrechtliche Genehmigungen etc.) c) Sonstige Fremdkosten (z. B. Bedienung von Technik- und Beleuchtungseinrichtungen, Bereitstellung von zus•tzlichen Einrichtungsgegenst•nden etc.) d) weitere Kosten, die aufgrund objektbezogener Ausnahmeregelungen entstehen (z. B. Garderobenbenutzung, Inanspruchnahme des Hauspersonals – ohne Auf- und Abschlie„en des Objekts –) Seite 5 von 6 5. weitere F€rderungen 5.1 F€r weitere Veranstaltungen eines Vereins innerhalb eines Kalenderjahres werden die in anderen bestehenden st•dtischen Regelungen vorgesehenen Erm•„igungen unabh•ngig von der in dieser Satzung benannten F‚rderung gew•hrt. 5.2 Weitere F‚rderungen der Vereine (z.B. aus dem Budget der Bezirksbeir•te f€r bezirksbezogene Aktivit•ten der Vereine) bleiben ebenfalls unber€hrt. Seite 6 von 6