Aus der Arbeit der Gebietsausschüsse
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Aus der Arbeit der Gebietsausschüsse
GB-2008.qxd:Geschäftsbericht F R Ä N K I S C H E 16.06.2009 10:23 Uhr Seite 72 G E B I E T E Aus der Arbeit der Gebietsausschüsse Die Gebietsausschüsse sind das Bindeglied zwischen der örtlichen Ebene und dem Gesamtverband. Ihnen obliegt nach § 5 (4) der Verbandssatzung, ihr jeweiliges Gebiet für die Aufgaben des Tourismus aufzubereiten, die am Tourismus interessierten Personen und sonstigen Kreise zu motivieren und aus Kenntnis ihres Gebietes heraus die ihnen gemäßen Werbemaßnahmen durchzuführen. Gegenüber der Verbandsgeschäftsstelle haben die Gebietsausschüsse die konkrete Gebietskenntnis und finden daher müheloser den geeigneten Ansatzpunkt für die notwendigen Maßnahmen. Prinzip der landschaftsbezogenen Werbung In ihrer Werbung grenzen sich die Gebietsausschüsse von benachbarten Landschaften ab, ohne die Zugehörigkeit zum Ganzen (Franken) zu leugnen. Auch in der Generalwerbung beachtet der Tourismusverband Franken den Grundsatz, dass ausschließlich mit landschaftsbezogenen Begriffen gearbeitet wird. Dabei ist leicht nachzuvollziehen, dass es einem Gast, der beispielsweise im Fichtelgebirge Urlaub machen möchte, vollkommen gleichgültig ist, ob Bischofsgrün im Kammerbezirk der Industrie- und Handelskammer oder im Regierungsbezirk Oberfranken liegt. Der Tourismusverband Franken appelliert daher vor allem auch mit Blick auf die immer knapper werdenden Finanzmittel an alle Organisationen, die bewährten Kommunikationsschienen der fränkischen Tourismuswerbung zu nutzen. Städteregion Nürnberg 72 GB-2008.qxd:Geschäftsbericht 16.06.2009 10:23 Uhr Seite 73 Naturpark Altmühltal Das Jahr 2008 stand im Naturpark Altmühltal unter dem Motto „Vitalregion Naturpark Altmühltal“. Mit dem Jahresthema Wellness- und Wohlfühlurlaub konnten sowohl noch unbekanntere Aspekte des Naturparks wie die zwei Kurorte Treuchtlingen und Bad Gögging als auch die touristischen Stärken wie Aktivurlaub und kulinarische Schmankerln beworben werden. Viele Gastbetriebe beteiligten sich mit speziellen Pauschalangeboten am Jahresthema. Zusammen mit der auf das Jahresthema Vitalregion abgestimmten Presse- und Marketingarbeit des Tourismusverbandes Naturpark Altmühltal brachte das den gewünschten Erfolg: Wie bereits 2007 konnte der Naturpark Altmühltal sowohl seine Gästeankunftszahlen als auch die Übernachtungszahlen (der gewerblichen Betrieben über acht Betten) von Januar bis Dezember 2008 nochmals steigern. Auffällig in der Jahresstatistik: Einen besonders deutlichen Zuwachs verzeichnet der Naturpark Altmühltal bei Besuchern aus dem Ausland, mit einem Plus von 22,1 Prozent bei den Ankünften und 23,6 Prozent bei den gewerblichen Übernachtungen liegt der Naturpark in diesem Bereich deutlich über dem fränkischen Durchschnitt. Damit liegt der Anteil ausländischer Gäste im Naturpark Altmühltal inzwischen bei über 14 Prozent. Diesem Umstand trägt der Tourismusverband Naturpark Altmühltal unter anderem auch mit einem ganz besonderen Projekt Rechnung, das auch durch das EU-Programm 5b-Phasing-Out über den TV Franken gefördert wurde: Der Internetauftritt www.naturpark-altmuehltal.de ist nun bei den wichtigsten touristischen Themen auch fremdsprachig online: In englischer, italienischer und tschechischer Sprache ist nun unter anderem die Gastgebersuche möglich. Auch zu den Highlights des Naturparks wie dem Altmühltal-Panoramaweg und dem Altmühltal-Radweg, sowie zu den Themen Fossilien, UNESCO-Welterbe Limes stehen nun fremdsprachige Informationen zur Verfügung. Der Altmühltal-Radweg ist zudem Anlass für das Jahresthema 2009: Er wird 30 Jahre alt und steht damit im Mittelpunkt bei „Radeln im Naturpark Altmühltal 2009“. Rechtzeitig zum Jubiläumsjahr und zum Jahresthema Radeln wurde bis Ende 2008 mit Unterstützung des EU Programms 5b-Phasing-Out außerdem ein neues Serviceheft zum Altmühltal-Radweg umgesetzt, das in Zusammenarbeit mit den Tourismusverbänden Fränkisches Seenland und Romantisches Franken entstand. Das Serviceheft „Genuss am Fluss“ stellt zusätzlich zum AltmühltalRadweg den Altmühlweg vor und ermöglicht so eine Radtour von Rothenburg o.d. Tauber bis Kelheim. Weitere Projekte, die 2008 umgesetzt wurden, sind die Faltkarte „Kelten, Römer und Bajuwaren im Naturpark Altmühltal“ und ein neuer zehnminütiger Imagefilm zur Tourismusdestination Naturpark Altmühltal. 2008 standen zudem turnusgemäß Neuwahlen für den Vorstand auf dem Programm. Die neue Vorstandschaft des Gebietsausschusses Naturpark Altmühltal im Überblick: Der 1. Vorsitzende bleibt Landrat Franz Xaver Uhl, gleichberechtigte stellvertretende Vorsitzende sind Rita Böhm (Bürgermeisterin Kinding, stv. Landrätin Eichstätt) und Jörg Nowy (Bürgermeister Essing). Kassier und Schriftführer ist Manfred Preischl (Bürgermeister Greding). Beisitzer sind Anton Färber (Bürgermeister Monheim), Werner Baum (Bürgermeister Treuchtlingen), Ludwig Eisenreich (Bürgermeister Berching), Brigitta Frauenknecht (Bürgermeisterin Beilngries) und Dr. Bernhard Gmehling (Oberbürgermeister Neuburg an der Donau). Nur durch eine partnerschaftliche, zielorientierte und sachbezogene Zusammenarbeit kann ein Gebiet im Wettbewerb bestehen. Zu danken ist deshalb allen, die dazu beigetragen haben, dass auch 2008 zu einem erfolgreichen Tourismusjahr für den Naturpark Altmühltal wurde, insbesondere zu danken ist auch der Geschäftsstelle des TV Franken für die gute Zusammenarbeit. Der 1.Vorsitzende Franz Xaver Uhl, Landrat 73 GB-2008.qxd:Geschäftsbericht F R Ä N K I S C H E 16.06.2009 10:23 Uhr Seite 74 G E B I E T E Fichtelgebir ge Das Fichtelgebirge verbuchte im Jahr 2008 (Stand 31.12.2008) in Beherbergungsstätten mit neun oder mehr Betten und auf Campingplätzen ca. 442.546 Gästeankünfte und rd. 1,18 Mio. Übernachtungen. Die Zahl der Gästeankünfte ist um 1,3 Prozent gestiegen, die Übernachtungen um 3,5 Prozent. Die Aufenthaltsdauer ist leicht angestiegen, auf 2,7 Tage. Das Jahr 2008 brachte eine Zunahme bei Übernachtungen und Ankünften. Dafür können verschiedene Gründe identifiziert werden: zum einen trägt das neue Hotel und Kurzentrum in Weißenstadt zur Steigerung bei, zum anderen hatten wir bereits 2007/2008 einen Winter, der einen guten Beitrag zur Auslastung der Betriebe leisten konnte, aber vor allem der Winter 2008/2009, der schon als „Rekordwinter“ bezeichnet wird, hat ganz enorm zu den Steigerungen beigetragen. Auch die relative Schneesicherheit durch verschiedene technische Beschneiungsanlagen steigert die Nachfrage, da auch dann ein Skiurlaub möglich sein würde, wenn der natürliche Schnee auf sich warten lässt. Allerdings konnte hier 2008 eher der natürliche Schnee ausgiebig genutzt werden. Im Bereich der Printmedien wurden im Jahr 2008 neu produziert: der Urlaubskatalog, der Gruppenprospekt, der Wanderprospekt, der Campingprospekt und der FichtelgebirgsCard-Katalog. Zur Verfügung stehen weiterhin die Panoramakarte und das A bis Z. Die Tourist Information Fichtelgebirge besuchte im Jahr 2008 die CMT in Stuttgart, die Grüne Woche in Berlin, die Reisen Hamburg, die CBR München, die Franken Aktiv und Vital in Bamberg, die Freizeitmesse Nürnberg, den RDA Workshop in Köln, die TourNatur in Düsseldorf, die Oberfrankenausstellung in Bayreuth und die ITB in Berlin. Ergänzt werden die Messeaktivitäten durch die „Zehner“-Werbegemeinschaft der Fichtelgebirgsorte, die auch unter dem Dach „Fichtelgebirge“ z.B. in Hannover, Dresden und Leipzig auftraten. 74 Dazu haben wir noch Verkaufsförderungsveranstaltungen durchgeführt: im Rahmen von Stadtfesten (z.B. Hafengeburtstag Hamburg, Museumsuferfest Frankfurt, Cityfest Leipzig,) und Präsentationen in Einkaufszentren in Berlin. Weitere Präsentationstage fanden außerdem bei der Eröffnung des Paneuropa-Radweges in Nürnberg statt, bei der Präsentation Oberfrankens in der Ständigen Vertretung Bayerns in Berlin, beim Kunsthandwerkermarkt in Forchheim, beim Stadtfest Kitzingen, beim Landeskongress der Wirtschaftsjunioren in Bad Kissingen und beim Public Viewing „Meistersinger“ in Bayreuth. Die Zusammenarbeit zwischen Fichtelgebirge, Fränkische Schweiz und der Stadt Bayreuth wurde ab 2008 enger geknüpft. Es wird hier versucht beispielsweise den Fränkischen Gebirgsweg touristisch in Wert zu setzen, so wurde eine Wanderreise konzipiert, die sich für 7 Tage auf dem Fränkischen Gebirgsweg bewegt (2 Tage Fränkische Schweiz, 2 Tage Stadt Bayreuth und 2 Tage Fichtelgebirge + 1 Anreisetag). Außerdem wurde für die Auslandswerbung in Tschechien eine Panoramakarte der gesamten Region erarbeitet, die in Deutsch und Tschechisch erhältlich ist und die Highlights der Gesamtregion präsentiert. Für 2009 ist die gemeinsame Teilnahme an der größten Tourismusmesse in Osteuropa, der Holiday World in Prag, geplant. Das neue Vermarktungskonzept, verbunden mit einer neuen Corporate Identity Linie, wurde weiter fortgesetzt. Das neue Logo ziert nun alle unsere Werbematerialien. Nahezu alle Prospekte liegen nun im neuen Layout vor. In 2008 wurde der Vorstand der TI Fichtelgebirge durch Neuwahlen folgendermaßen verändert: 1. Vorsitzender: Landrat Hermann Hübner (Bayreuth), 2. Vorsitzender: Landrat Dr. Karl Döhler (Wunsiedel). Der 1. Vorsitzende Hermann Hübner, Landrat GB-2008.qxd:Geschäftsbericht 16.06.2009 10:23 Uhr Seite 75 Fränkische Schweiz Die touristische Bilanz weist für die Fränkische Schweiz zum dritten Mal in Folge ein erfreuliches Ergebnis im gewerblichen Übernachtungstourismus auf. Bei den Gästeankünften gab es einen Zuwachs von 3,7 Prozent und bei den Übernachtungen von 2,6 Prozent. Unverändert bewegt sich dagegen der Anteil der ausländischen Gäste. Er liegt bei 5 Prozent. Die Marketingschwerpunkte liegen im Bereich „Aktiv-Region“ vor allem bei den Themen Wandern und Radfahren. Die Qualitätswege „Frankenweg – vom Rennsteig zur Schwäbischen Alb“ und „Fränkischer Gebirgsweg“ finden eine hervorragende Akzeptanz. Zusätzlich zum bestehenden Prospektpaket wurden die beiden Wege komplett mit GPS erfasst und als jeweils eigenes Webportal ins Internet gestellt und außerdem, zusammen mit der Stadt Bayreuth und dem Fichtelgebirge, ein „Wandern-ohne-Gepäck-Angebot“ auf dem Fränkischen Gebirgsweg ins Leben gerufen. Die Themen „Brauereien und Brennereien“ und die „Scharfen Wochen“ sind weiterhin beliebte Alleinstellungsmerkmale der Fränkischen Schweiz. Verstärkt wurde neben dem beworbenen Slogan „Land der Burgen, Höhlen und Mühlen“ das Obstbauland mit der einmaligen Baumblüte und erstmals der Charlemagner, ein Apfelsekt, der nach der Champagnermethode hergestellt und vom Landkreis Forchheim erfolgreich vermarktet wird, in die Werbeaktivitäten mit einbezogen. Er soll den Obstbauern der Region eine Marktlücke eröffnen. Web-Portalen riefen mehr als 8 Millionen Dateien ab. Von den rund 13.000 Prospektanfragen erreichte fast die Hälfte die Tourismuszentrale Fränkische Schweiz per E-Mail. Seit Bestehen der Internetpräsenz 1996 informierten sich zusammengerechnet mehr als 4,3 Millionen Besucher auf der Homepage www.fraenkischeschweiz.com. Bis zum Ende des vergangenen Jahres wurde zudem das Webportal auf ContentManagement umgestellt und mit interaktiven Web 2.0 Applikationen ausgestattet. Um den unterschiedlichen Interessen der Gäste gerecht zu werden, legt die Tourismuszentrale jährlich 18 Themenprospekte auf, darunter als wichtigste Werbeschrift, den „Urlaubsberater“ mit 600 Gastgeberanzeigen und einem TIN-gerechten Tabellenteil. In den Produktlinienzeitungen des Tourismusverbandes Franken ist die Region ebenfalls mit ihren Angeboten ausführlich vertreten. All diese Maßnahmen sind Garant dafür, dass die Fränkische Schweiz ihre Spitzenposition als bekanntestes Urlaubsgebiet Frankens halten kann. Die vielseitigen Aufgaben konnten nur in enger Kooperation und Unterstützung der verschiedensten touristischen Organisationen, der angeschlossenen Gemeinden und Landkreise bewältigt werden; wofür wir uns recht herzlich bedanken. Der 1. Vorsitzende Reinhardt Glauber, Landrat Bewährte Instrumente für die Bewerbung der Region sind die mehr als 20 Touristikmessen und verkaufsfördernden Veranstaltungen, die hervorragende Medienpräsenz in Zeitschriften, Rundfunk und Fernsehen, aber auch eine gezielte Anzeigenwerbung, bei der unter anderem auch die Fränkische Schweiz als „familienfreundliches Urlaubsziel“ herausgestellt wurde. Wichtigstes Medium ist mittlerweile das Internet. Mehr als 600.000 Besucher auf den beiden 75 GB-2008.qxd:Geschäftsbericht F R Ä N K I S C H E 16.06.2009 10:23 Uhr Seite 76 G E B I E T E Fränkisches Seenland Ein erfolgreiches Jahr für das Fränkische Seenland: Nachdem die Zahl der Gästeübernachtungen 2007 leicht zurückgegangen war, können die gewerblichen Vermieter (Gastbetriebe mit über acht Betten) für das Jahr 2008 ein Plus von 2 Prozent bei den Übernachtungen und einen Zuwachs von 2,7 Prozent bei den Gästeankünften verzeichnen. Mit einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 3,1 Tagen liegt das Fränkische Seenland auch 2008 wieder deutlich über dem Durchschnitt aller fränkischen Feriengebiete. Die positiven Übernachtungszahlen des Jahres 2008 sind ein erster Erfolg bei dem langfristigen Ziel, die Saisonabhängigkeit des Feriengebietes Fränkisches Seenland zu mindern. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden 2008 die Marketingschwerpunkte neu gesetzt: Neben der Hauptproduktlinie „Seen erleben“ werden nun zusätzlich stärkere Akzente auf die Themen Radeln und Wandern sowie Kultur gesetzt. Bei der Neuausrichtung des Marketingschwerpunktes Kultur spielt der Bereich „Welterbe Limes“ eine entscheidende Rolle. Im Bereich Radeln beteiligte sich das Fränkische Seenland 2008 am neuen Serviceheft „Genuss am Fluss“ für den Altmühltal-Radweg und Altmühlweg. Dieses Projekt entstand in Zusammenarbeit mit den benachbarten Tourismusregionen Naturpark Altmühltal und Romantisches Franken und wurde über den TV Franken durch das EU-Programm 5bPhasing-Out gefördert. 2008 war außerdem das Gründungsjahr der Arbeitsgemeinschaft „Barrierefreie Reiseziele in Deutschland“. Der Tourismusverband Fränkisches Seenland konnte sich als einziges süddeutsches Urlaubsgebiet von deutschlandweit sechs Regionen für dieses Modellprojekt qualifizieren. In Umsetzung dieses Modellprojektes wurden 2008 neun Strandrollstühle – drei für jeden See – durch das Wasserwirtschaftsamt Ansbach beschafft. Weitere wichtige Ereignisse für den Tourismusverband Fränkisches Seenland waren im Jahr 76 2008 unter anderem die Eröffnung des Infozentrums Seenland in der Mandlesmühle, die Eröffnung der drei Storchenradwege in Muhr am See durch den damaligen Bayrischen Ministerpräsidenten Günther Beckstein sowie – wichtig für den Bereich Binnenmarketing - die sehr gut besuchte Infobörse „Fränkisches Seenland“ im SAN Shine-Camp am Brombachsee. Bei den turnusgemäßen Neuwahlen der Vorstandschaft des Tourismusverbandes wurde Landrat Franz Xaver Uhl neuer Vorsitzender, er trat die Nachfolge Georg Rosenbauers an. Stellvertreter bleibt Landrat Herbert Eckstein. Bei der Jahreshauptversammlung des Tourismusverbandes wurde zudem mit großer Mehrheit eine neue Beitragsordnung verabschiedet, die die Arbeitsfähigkeit des Tourismusverbandes langfristig sicherstellen soll und die es ermöglicht, dass dem engagierten Team der Geschäftsstelle in Gunzenhausen, das bis dato von Christoph Würflein vom Naturpark Altmühltal kommissarisch geleitet wird, bis Mitte 2009 wieder ein regulärer Geschäftsführer vorsteht. Der 1. Vorsitzende Franz Xaver Uhl, Landrat GB-2008.qxd:Geschäftsbericht 16.06.2009 10:23 Uhr Seite 77 Fränkisches Weinland Auf ein erfolgreiches Jahr kann der Tourismusverband Fränkisches Weinland 2008 zurückblicken. Mit einem Plus von 4,1 Prozent bei den Übernachtungen gegenüber 2007 lag das Fränkische Weinland deutlich über dem gesamtfränkischen Durchschnitt von 1,3 Prozent. Um die gesteckten Ziele zu erreichen, setzt der Tourismusverband Fränkisches Weinland auf einen Marketingmix aus klassischer Werbung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Verkaufsförderung, Neue Medien und Marktforschung. Oberste Leitlinie ist hierbei das Thema „Qualität“ in allen Angebotsbereichen. Neben dem klassischen Destinationsmarketing liegen die Schwerpunkte im Fränkischen Weinland auf den Produktlinien „Kulinarisch genießen“ und „Aktiv erleben“. Dies wurde auch durch die ersten Ergebnisse des Tourismusbarometers Bayern bestätigt. Hiernach sind die Kernzielgruppen im Fränkischen Weinland der „Erholungsreisende“, der „Weintourist“ und der „Radtourist“. Zugpferde sind vor allem der Main-Radweg und die Kampagne „Franken - Wein.Schöner.Land!“. Weitere Akzente in den Bereichen Kulinarisch und Aktiv setzt das Fränkische Weinland mit den Aktionen „Silvaner Wochen“ und „Spargelzeit“ sowie dem „Autofreien Sonntag für Genießer“. Trotz steigender Bedeutung neuer Informationsund Kommunikationstechnologien ist der Prospekt nach wie vor eine der wichtigsten Möglichkeiten, sich über eine Urlaubsregion und deren Angebote zu informieren. Der jährlich in einer Auflage von 28.000 Exemplaren erscheinende Urlaubskatalog Fränkisches Weinland stellt das wichtigste und beliebteste Werbemittel dar. Daneben und neben den Sonderprospekten zu den oben genannten Aktionen wurde 2008 auch die Gebietskarte Fränkisches Weinland neu aufgelegt. ßige Pressemitteilungen an einen speziell erarbeiteten Presseverteiler und Informationsreisen für Journalisten sorgten für zahlreiche Veröffentlichungen in Zeitungen und Zeitschriften sowie Berichterstattungen in Funk und Fernsehen. Seit 2001 ist das Fränkische Weinland mit einer eigenen Homepage im Internet unter www.fraenkisches-weinland.de vertreten. Hier werden alle touristisch relevanten Informationen von Angeln bis Zelten, ein ständig aktualisierter Veranstaltungskalender und die Orte im Fränkischen Weinland dargestellt. Betriebe haben die Möglichkeit sich gegen eine Gebühr eintragen zu lassen. Insgesamt riefen 2008 109.307 unterschiedliche Besucher die Seiten des Fränkischen Weinlands auf. Auch Messen und Workshops sind nach wie vor wichtige Werbe- und Marketingmaßnahmen. 2008 besuchte der Tourismusverband Fränkisches Weinland die Messen in Hamburg, München, Nürnberg und Berlin als Anschließer am Stand des Tourismusverbandes Franken und beteiligte sich mit einer Prospektauslage bei den Messen in Utrecht, Stuttgart, Essen und Leipzig. Zur weiteren Erschließung des internationalen Reisemarktes beteiligte sich der Tourismusverband Fränkisches Weinland am NordosteuropaWorkshop in Schweden und am Germany Travel Mart. Gemeinsam mit dem Tourismusverband Franken präsentierte sich das Fränkische Weinland im Rahmen der Kampagne „Franken Wein.Schöner.Land!“ bei Veranstaltungen in London und New York. Abschließend gebührt ein besonderes Dankeschön für die hervorragende Zusammenarbeit dem Tourismusverband Franken mit Herrn Geschäftsführer Olaf Seifert und seinem Team. Der 1. Vorsitzende Eberhard Nuß, Landrat Einen hohen Stellenwert nimmt in der Arbeit des Tourismusverbandes Fränkisches Weinland die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ein. Regelmä- 77 GB-2008.qxd:Geschäftsbericht F R Ä N K I S C H E 16.06.2009 10:23 Uhr Seite 78 G E B I E T E Frankenalb Übernachtungen Auch im Jahre 2008 kann die Frankenalb eine erfreuliche Steigerung der Übernachtungszahlen verzeichnen. Von Januar bis November betrug der Zuwachs laut Bayerischem Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung auf Landkreisebene 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, womit sich der positive Trend fortsetzte. Prospektmaterial und Projekte Neben dem umfangreichen „Tagesgeschäft“ wurden von der Tourist-Information wieder zahlreiche Prospekte neu erstellt bzw. überarbeitet oder aktualisiert. Trotz der wachsenden Bedeutung des Internets bleibt der Urlaubskatalog „Frankenalb im Nürnberger Land“ unverzichtbar. Das Projekt „Frankenalb - TREFF“, im Jahr 2007 gestartet, hat sich bestens bewährt und wird fortgeführt. Abgeschlossen wurde die Entwicklung einer neuen Broschüre, die mit emotionalen Bildern und informativen, ansprechenden Texten Lust auf die Frankenalb macht. Auf 20 Seiten wird die Frankenalb unter dem Titel „Lebenslust Frankenalb – Erholung auf Fränkisch“ vorgestellt. Unmittelbar vor der Fertigstellung ist die Broschüre „Kulturwandern in der Frankenalb“, die sowohl den Wanderer als auch den kulturell interessierten Gast anspricht und diese beiden Bereiche in attraktiver Weise miteinander verknüpft. Ein weiteres Projekt im Bereich des Wandertourismus wurde von der Tourist-Information auf den Weg gebracht. Es wurde ein neuer Themen - Wanderweg konzipiert, der alle Voraussetzungen für eine Zertifizierung durch den Deutschen Wanderverband erfüllt. Somit würde die Frankenalb über einen eigenen Qualitätsweg verfügen, was dem Tourismus einen weiteren Aufschwung verleihen würde. Angedacht ist die Bezeichnung „Ulrich-von-Königstein-Weg“, die Umsetzung des Konzeptes (Beschilderung, Prospekterstellung, Zertifizierung durch den Deutschen Wanderverband, Einweihung) soll im Jahr 2009 erfolgen. 78 Eine eigene Veranstaltungsreihe mit dem Thema „Die Goldene Straße“ fand ebenfalls großen Zuspruch. Im Jahr 2008 wurde außerdem ein LKW einer großen heimischen Spedition mit dem Logo und dem Schriftzug der Frankenalb bedruckt. Er sorgt nun bundesweit für eine Erhöhung des Bekanntheitsgrades. Ein wichtiges Standbein der Werbung ist nach wie vor der Bereich der Print-Medien. So wurden wieder in zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften Anzeigen geschaltet, teils auch in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Franken. Auch die Messebesuche wurden flankierend mit Anzeigen und PR-Berichten begleitet. Ausgezeichnet bewährt hat sich auch die Beteiligung am „Frankenbus“ des Tourismusverbandes Franken und die Kooperation mit der Agentur „Jones + Partner“, die auf zahlreichen Stadtfesten die Prospekte und Angebote der Frankenalb präsentierte. Außerdem warb die Tourist-Information in einem großen Einkaufscenter in Paunsdorf und auf der Landesgartenschau in Neu-Ulm, sowie bei der offiziellen Eröffnung des Paneuropa-Radweges in Nürnberg. In Zusammenarbeit mit der Projektgruppe Binnentourismus der Metropolregion Nürnberg war die Frankenalb zudem auf diversen Veranstaltungen mit Prospektmaterial vertreten. Dies soll auch künftig beibehalten werden. Der 1. Vorsitzende Armin Kroder, Landrat GB-2008.qxd:Geschäftsbericht 16.06.2009 10:23 Uhr Seite 79 Frankenwald Im Jahr 2008 verzeichnete der Naturpark Frankenwald im gewerblichen Bereich eine leichte Zunahme der Ankünfte, hingegen einen leichten Rückgang bei den Übernachtungen. Zum einen verkürzt sich die durchschnittliche Aufenthaltsdauer weiterhin. Zum anderen schlug sich der persönlich bedingte Wegfall von drei wichtigen Hotels auf die Statistik nieder und konnte nicht kompensiert werden. Von herausragender touristischer Bedeutung für den Naturpark Frankenwald war die Eröffnung des unter der Federführung des Frankenwaldvereins komplett neu konzipierten Wanderwegenetzes. Das qualitativ hochwertige Wegenetz als Basisinfrastruktur für Wanderer ergänzt das „Drehkreuz des Wanderns“, dessen Leuchtturmwirkung der Frankenwald als Treffpunkt von Frankenweg, Rennsteig und Fränkischem Gebirgsweg immer stärker zur Profilierung zu nutzen weiß. Nicht minder profilbildend soll „Erlebnis Grünes Band“ werden, ein Bundesprojekt zum Schutz und zur umweltgerechten touristischen Entwicklung des wertvollen Biotopverbundes entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. In länderübergreifender und stets die Belange des Naturschutzes berücksichtigender Kooperation entwickeln die beteiligten thüringischen und fränkischen Tourismusverbände Erlebnisrouten, Informations-Punkte und Pauschalangebote für Urlauber. In 2009 wird „20 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs“ ein wichtiges Thema der Inlandsund Auslandswerbung für Urlaub in Deutschland sein. Die historische Bedeutung der ehemaligen innerdeutschen Grenze motiviert viele touristische Akteure: So werden seit 2008 Grenzfahrten mit dem Unimog zu wichtigen Stationen der deutsch-deutschen Geschichte angeboten. Die Museenlandschaft im Frankenwald wurde in 2008 um das Bayerische Bäckereimuseum in Kulmbach und das Europäische Flakonglasmuseum in Tettau erweitert. Wie erfolgreich solche Museen sein können, beweist die Fränkische Galerie auf der Festung Rosenberg in Kronach, die bereits ihr 25-jähriges Bestehen feiern konnte und einen der kulturellen Besuchermagnete im Frankenwald darstellt. Traditionell stark sind die Angebote des Frankenwaldes für Sportler und Aktivurlauber. Mit der Eröffnung des Nordic Walking-Netzes am Döbraberg unterstreicht Schwarzenbach a. Wald seinen Ruf als Sportzentrum im Frankenwald. Die neue Nachtloipe in Gösmes-Walberngrün wiederum wird Freunde des nordischen Skisports noch stärker in den Frankenwald ziehen. Als Etappenregion der Craft Bike Trans Germany, des ersten Mountainbike-Rennens quer durch Deutschland, etabliert sich der Frankenwald immer stärker als erstklassiges MTB-Revier. Um die Qualität der Strecken der Region sicherzustellen, wurde ein kompletter Check der Beschilderung mit Erneuerung der Hauptwegweiser durchgeführt. Zu allen MTB-Strecken können die Radsportler unter www.radsport-im-frankenwald.de die GPS-Tracks in den gängigen Formaten herunterladen. Wer nach den Touren Erholung braucht, wird sich in dem 2008 eröffneten Wellness Dome der Therme Bad Steben besonders wohl fühlen. Die verschiedenen AktivBausteine vermarktete Frankenwald Tourismus mit der Bayern Tourismus Marketing GmbH in diversen Kampagnen unter dem Motto „Lust auf Natur“ erfolgreich. Das Bekenntnis zu einer umweltgerechten Tourismusentwicklung unterstrich der Frankenwald mit umfangreichen Energieberatungen der Unterkunftsbetriebe und dem Start eines Projektes „Weidewelt Frankenwald“, innerhalb dessen die Landschaft durch Weidehaltung von Rindern gepflegt und Weidefleisch zu einem Qualitätsprodukt der regionalen Küche entwickelt werden soll. Dem Tourismusverband Franken und der Bayern Tourismus Marketing GmbH gebührt auch für 2008 der Dank für die effiziente und harmonische Zusammenarbeit bei Produktentwicklung, Verkaufsförderung, Messen, externer Kommunikation/PR und Förderprogrammen! Der 1. Vorsitzende Oswald Marr, Landrat 79 GB-2008.qxd:Geschäftsbericht F R Ä N K I S C H E 16.06.2009 10:23 Uhr Seite 80 G E B I E T E Haßber ge Natur und Geschichte Geschichtsträchtige Wander- und Radwanderwege waren im Gebiet Haßberge schon immer ein Thema. Es lag daher nahe, diese Attraktivität zu betonen. Mit der Überarbeitung der Begleitbroschüren zum „Friedrich-RückertWanderweg“ und „Burgen- und Schlösser Wanderweg“ wurden erneut Themen aufbereitet, die das Natur-Geschichte-Erlebnis des Gebietes Haßberge hervorheben. Der Naturpark Haßberge e.V. hat dankenswerterweise mit dem Qualifizierungsprozess für die Verbesserung des „Burgen- und Schlösser Wanderweges“ begonnen. Im Jahr 2008 wurde die gesamte 220 km lange Wegetrasse nach Qualitätskriterien bewertet. Hierbei hat sich herausgestellt, dass der Mindestanteil naturnaher Wege nicht erfüllt ist. Dies bedeutet, dass die Trasse bei einer Vielzahl von Wegeabschnitten aufgrund der Wegebeschaffenheit mit einer Länge von insgesamt 76 km verlegt werden muss. Es ist daher erforderlich, neue geeignete Wegetrassen festzulegen und die gesamte Wegstrecke nach den neuesten Kriterien zu markieren. Nach Abschluss aller Arbeiten wird das Prädikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ erhofft. Radwegeführer Haßberge Der Radwegeführer Haßberge wurde zunächst mit einer Startauflage gedruckt, die bereits nach wenigen Monaten überarbeitet, ergänzt, optimiert und neu aufgelegt werden konnte. Für das insgesamt 650 km Radwegenetz besteht nunmehr ein 94-seitiges Werk mit Spiralheftung, Kartenteil, Beschreibung der Fernwege und der regionalen Zielverbindungen sowie mit einer umfangreichen Darstellung der an den Wegstrecken liegenden Orte und Highlights. Besonders reizvoll sind die Themenwege, die den Naturpark durch neue Perspektiven erschließen. Museen und Ausstellungen, Kunsthandwerk und Erlebnisse, Biergärten und eine radlerfreundliche Gastronomie entlang der Wege runden das Angebot ab. Internet-Auftritt Im Hinblick auf die zunehmende Bedeutung des Internets für die Gebietswerbung aber auch als 80 Reservierungs- und Buchungsplattform wurde als eigene Systemlösung ein umfassender Internet-Auftritt erstellt, der das Gebiet als die besondere Wander- und Radwanderregion kennzeichnet. Dieser Internet-Auftritt wurde im Jahr 2008 wesentlich verbessert, sodass dem Nutzer die Stärken des Gebietes noch werbewirksamer und systematischer eröffnet werden. Der InternetAuftritt dokumentiert intensiv und ausgeprägt das Ziel, Naturerlebnisse stets mit der Geschichte des Gebietes zu verbinden. Touristikmessen und sonstige Werbeeinsätze Das Gebiet Haßberge war im Jahr 2008 auf folgenden Touristikmessen und Veranstaltungen präsent: Stuttgart „CMT“; Berlin „Grüne Woche“; Hamburg „Reisen 2008“; Essen „Reisen 2008“; München „CBR“; Nürnberg „Freizeit + Touristik“; Berlin „ITB“; Nürnberg „Markt der Regionen“; Düsseldorf „TourNatur“; Schweinfurt „ufra“; Münster „Frühling, Freizeit“; Berlin „Shopping-Nacht“; Hamburg „Hafengeburtstag“; Lüneburg „Stadtfest“; Frankfurt a.M. „Museumsuferfest“. Verkaufskatalog Der Verkaufskatalog Haßberge wurde den veränderten Bedingungen und Herausforderungen angepasst. Der Katalog enthält nunmehr noch mehr konkrete Informationen zum Erlebnisangebot, wobei das Natur-Geschichte-Erlebnis durchgängig erkennbar ist. Finanzierung Die Finanzierungsbereitschaft der am Gebiet beteiligten Landkreise Haßberge, Rhön-Grabfeld, Bamberg und Schweinfurt ist ganz besonders zu würdigen. Dieser Dank gilt in gleicher Weise dem Tourismusverband Franken e.V., ohne dessen fachliche Beratung so manche Aktivität nicht möglich gewesen wäre. Der 1. Vorsitzende Rudolf Handwerker, Landrat GB-2008.qxd:Geschäftsbericht 16.06.2009 10:23 Uhr Seite 81 Liebliches Tauber tal Allgemeines Die Ferienlandschaft „Liebliches Taubertal“ ist eine der beliebtesten Radelregionen Deutschlands und bekannt für ihre sehr gut ausgebauten Rad- und Wanderwege. Neben gesunder Natur bietet dieses Urlaubsziel zahlreiche Sehenswürdigkeiten sowie kulinarische Genüsse. Gerade die Vielfalt macht die Region so sympathisch. Um die Attraktivität weiter zu erhöhen, ruft die Touristikgemeinschaft im 2-Jahresrhythmus ein Schwerpunktthema aus. 2008/ 2009 lautet dieses „Burgen, Schlösser, Klöster, Gärten – Erlebnisreise in die Vergangenheit“. Im Rahmen dieses Schwerpunktthemas begleiteten mehr als 130 Veranstaltungen den Jahreslauf und fanden großen Anklang. Zum Jahresverlauf Auch 2008 waren die Radtouren auf dem Klassiker, dem Sportiven oder dem Rad-Achter überaus beliebt. Zudem wird das vielseitige Wanderangebot immer besser angenommen. Die Auftaktveranstaltung zum Schwerpunktthema „Burgen, Schlösser, Klöster, Gärten“ fand am 17. April im Schloss Weikersheim statt. Die Touristikgemeinschaft informierte über das umfangreiche Angebot und die das Jahresthema begleitenden Termine. Dampflokfreunde freuten sich an der Dampfzugsonderfahrt am 20. April von Würzburg durch das „Liebliche Taubertal“ und das Maintal nach Seligenstadt. Zum 9. Autofreien Sonntag am 3. August 2008 kamen rund 25.000 Radler und Inliner. Sie nutzten bei schönstem Sommerwetter die motorfreie Strecke zwischen Rothenburg o.d.Tauber und Bad Mergentheim. Die 2. Taubertäler Wandertage vom 17. bis 19.10.2008 boten geführte Themenwanderungen in neun Städten und Gemeinden des „Lieblichen Taubertal“. werden. Bei den Übernachtungen wurde das gute Ergebnis von 2007 knapp verfehlt. Aktivitäten Das Aktualisieren zahlreicher touristischer Produkte (z. B. Main-Tauber-Fränkischer Rad-Achter, Hohenloher Residenzenweg, Open Air-Festivalführer), die Produktentwicklung des neuen Jakobswanderwegs, der Broschüre „Fit durch Bewegung“ und der 2. Taubertäler Wandertage waren intensive Arbeitsbereiche. Der Panoramawanderweg Taubertal wurde in Anlehnung an die Richtlinien des Deutschen Wanderverbandes neu konzipiert und setzt nun verstärkt auf Qualität. Im Innenmarketing fanden Arbeitssitzungen, die alljährliche Vorstands- und Mitgliederversammlung sowie Schulungen des Messepersonals statt. Ebenso wurde regelmäßig der Newsletter herausgegeben. Die Vernetzung zu den Nachbarregionen war auch im vergangenen Jahr ein Schwerpunkt. Zu nennen sind die Projekte „Grünkern-Radweg“, „Genießerregion Hohenlohe“, „Main-Radweg“ sowie „Radeln an Tauber und Altmühl“. Unterstützt wurde die TaubertalCard, die Urlaubsgästen Sonderkonditionen einräumt. Am 11. Dezember 2008 veranstaltete die Touristikgemeinschaft das Seminar „Kulinarisches Taubertal – Einsatz regionaler Produkte“ in Bronnbach. Rund 70 Teilnehmer informierten sich über die Möglichkeiten der Vermarktung und Zusammenarbeit von Direktvermarktern und Gastronomie/Hotellerie. In Zusammenarbeit mit der WestFrankenBahn wurden drei Sonderfahrten mit den Themen „Junger Wein und freche Lieder“, „Valentinaden“ und „Wein im Zug“ angeboten. Das Außenmarketing umfasste alle Facetten und sah Messe- und Workshopbesuche in Deutschland, Belgien und der Schweiz, die Durchführung von Pressereisen und die Unterstützung von Journalistenrecherchen vor. Mehrmals konnten Fernseh- und Rundfunkteams von privaten und öffentlichen Sendern an der Tauber begrüßt werden. Erfolgreich abgewickelt wurden Pressekonferenzen, die Umsetzung des Mediaplans sowie die Herausgabe des regelmäßigen Pressedienstes. Insgesamt konnte bei den Gästeankünften ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr verzeichnet Der 1. Vorsitzende Reinhard Frank, Landrat 81 GB-2008.qxd:Geschäftsbericht F R Ä N K I S C H E 16.06.2009 10:23 Uhr Seite 82 G E B I E T E Oberes Maintal-Cobur ger Land Der Gebietsausschuss (=GA) Oberes Maintal-Coburger Land mit seinen drei Trägerkommunen (Landkreise Lichtenfels und Coburg, kreisfreie Stadt Coburg) leistet erfolgreiche Tourismusarbeit. Bei den Werbungskosten 2008 in Höhe von EUR 130.000 waren Zuschussmaßnahmen von rund EUR 40.000 enthalten. Die Zuschüsse wurden zielgruppengerecht im Binnen- und Außenmarketing eingesetzt; die Großpositionen Messen, Werbung, Internet und Angebotskatalog wären ohne Zuschüsse nicht zu finanzieren. Der haushaltsbedingt jährlich wechselnde Schwerpunkt war nach der Panoramakarte in 13 Sprachen und den Prospekten Radspaß und Wandergenuss die Optimierung der Marketingmaßnahmen. Neben eigenen Präsentationen in München und Leipzig beteiligte sich der GA in Stuttgart und Berlin beim Tourismusverband Franken und war im In- und Ausland durch Kooperationsabsprachen mit den Bädern (Obermain Therme Bad Staffelstein und Therme Bad Rodach) und Coburg vertreten. Für Insertionen wurde in diesem Jahr eine neue Anzeigenserie konzipiert, die mit frechen Wortspielen und einem entsprechenden „Hingucker“ Aufmerksamkeit für das Obere Maintal-Coburger Land wecken soll. Effiziente Pressearbeit zur Darstellung in Print, Rundfunk und Fernsehen festigen den Bekanntheitsgrad des Gebietes z.B. „Schlemmerreisen...“, die während des ganzen Jahres im Bayerischen Fernsehen sowie den Regionalprogrammen liefen. Seit der Eröffnung werben auch die touristischen Hinweisschilder Oberes Maintal-Coburger Land an der A 73 für einen Aufenthalt in der Region. Bei den Vorveranstaltungen wurden die GA-Prospekte begeistert angenommen. 82 Die vertrauensvolle Zusammenarbeit aller im Tourismus involvierten Stellen wurde vertieft, z.B. mit den Beratungstagen der Regierung von Oberfranken für Hoteliers und Gastwirte. Zur optimalen Internetdarstellung wurden die Daten georeferenziert um Veranstaltungen und Sehenswürdigkeiten, Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe über GPS abrufen zu können, was besonders für Radler und Wanderer einen entscheidenden Urlaubsvorteil bringt. Die Freizeitvielfalt ist hervorragend, doch fehlen noch direkt buchbare Pauschalen der Orte speziell zu den Themen Aktivurlaub, Wellness, Events. Tourismus im Oberen Maintal-Coburger Land ist ein zunehmend wichtiger werdender Wirtschaftsfaktor; laut DWIF-Studie (2006) erwirtschaftet der Tourismus in der Region mit 1,36 Mio Übernachtungen und 7,8 Mio Tagesbesuchern einen Umsatz von EUR 314,04 Mio und sichert 7.900 Personen den Lebensunterhalt. Der 1. Vorsitzende Reinhard Leutner, Landrat GB-2008.qxd:Geschäftsbericht 16.06.2009 10:23 Uhr Seite 83 Rhön Verbesserung der touristischen Infrastruktur Schwerpunkte der touristischen Tätigkeiten waren in 2008 der Ausbau bzw. die Fertigstellung des Wanderwegenetzes. Mit der Eröffnung von weiteren 10 Tagestouren, so genannten Extratouren, wurde das Qualitätswanderwegenetz der Rhön vollendet. Mit dem bundesweit zu den besten Streckenwanderwegen gehörendem „Der Hochrhöner“® und nun insgesamt 20 Extratouren verfügt die Rhön über ein exzellentes Wanderwegenetz und wirbt selbstbewusst mit dem Slogan „Wanderwelt Nr. 1“. Alle Wege wurden vom Deutschen Wanderinstitut in Marburg zertifiziert, welches bundesweit die strengsten Bewertungsmaßstäbe anlegt. Beim Ausbau der Infrastruktur bewährte sich abermals die ausgezeichnete Kooperation der touristischen Organisationen der Rhön in den 3 Bundesländern und die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Vertretern der Biosphäre und des Rhönklubs. Bäderland Bayerische Rhön Auch 2008 wurde in einer EMNID Umfrage das „Weltbad“ Bad Kissingen als bekanntester Kurort Deutschlands ermittelt. Der Zusammenschluss der fünf Kurorte Bad Kissingen, Bad Bocklet, Bad Brückenau, Bad Neustadt und Bad Königshofen im Bäderland Bayerische Rhön zeigt zunehmende Erfolge. Neben gemeinsamen Marketingaktionen konnten durch diese Kooperation auch zusätzliche Serviceangebote organisiert werden, wie der wöchentliche GratisTransfer-Bus ins Bäderland ab Frankfurt oder die „Schnupperfahrten ins Bäderland“, die allein von über 1.000 Gästen genutzt wurden. Marketing Das Wanderwegenetz war 2008 auch Mittelpunkt der Marketingaktivitäten der Rhöner Tourismusverbände. Gemeinsam mit einer Werbeagentur wurde ein Mediaplan erarbeitet und durchgeführt, der sich im Marketing-Mix unterschiedlicher Kanäle bediente. Hörfunkspots In drei ausgewählten Radiosendern, die zu den meistgehörten in ihrer jeweiligen Region gehö- ren, wurden insgesamt 80 Spots gesendet. In rund 30 Sekunden wurde „Der Hochrhöner“® der Hörerschaft näher gebracht. Plakatierung Neun ausgewählte Hauptbahnhöfe, mit insgesamt 195 Plakatstellen, wurden jeweils ca. 14 Tage lang mit Plakaten bestückt. Die Plakatierung wurde unterstützt durch die Bewerbung einer kostenlosen 0800-er Telefon-Nummer, die die persönliche Beratung von Interessenten sicherstellte. Anzeigenwerbung Verschiedene auflagenstarke Tageszeitungen, mit Schwerpunkt in NRW und dem Rhein-MainGebiet, wurden mit Anzeigen belegt. Leser-Service-Aktion Gemeinsam mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung war die Rhön im Ruhrgebiet in einem Doppeldeckerbus mehrere Tage präsent und wies auf die Vorzüge der Rhön hin. Messen Neben den traditionellen Tourismusmessen in Hamburg, Nürnberg, Essen und Berlin besuchte die Tourismus GmbH Bayerische Rhön noch die Erlebnismesse „Wandern“ im Rahmen der CMT in Stuttgart, sowie die Wandermesse in Düsseldorf. Darüber hinaus wurde bei verschiedenen Werbeauftritten in diversen bundesdeutschen Großstädten auf „die Wanderwelt Nr.1“ hingewiesen. Der deutsche Wandertag in Fulda, bei der sich die Orte und Regionalverbände der Rhön gemeinsam dem „Wandervolk“ präsentierten, rundete die Aktivitäten der Rhön ab. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Die regionalen und überregionalen Redaktionen wurden erfolgreich mit diversen Pressemitteilungen bedient. Verschiedene TV-Anstalten berichten ebenfalls über den Premiumweg „Der Hochrhöner“®. Hervorzuheben ist hierbei die Sendung „Rucksack“ des MDR, die eine überraschend hohe Resonanz erzielte. Der 1. Vorsitzende Thomas Bold, Landrat 83 GB-2008.qxd:Geschäftsbericht F R Ä N K I S C H E 16.06.2009 10:23 Uhr Seite 84 G E B I E T E Romantisches Franken Statistik Im Jahr 2008 lagen die Übernachtungszahlen insgesamt mit - 0,6 Prozent knapp unter denen des Vorjahres. Einschließlich der Zahlen aus dem Bereich der Campinggäste betrug im Jahr 2008 die Gesamtzahl der Übernachtungen 1.152.118. Marketing Im touristischen Leitbild des Romantischen Franken sind mit den Marktsegmenten „Familienurlaub“, „Radfahren“, „Historische Städte“ und „Kulinarisches“ vier Schwerpunkte für das Marketing festgelegt. Die Marketingaktivitäten des Tourismusverbandes Romantisches Franken berücksichtigen diese Schwerpunkte in besonderer Weise. Dieses betrifft auch die Internetpräsentation, die konsequent nach den festgelegten Zielgruppen gestaltet ist. Neues Angebot Der touristische Trend hin zum Wandern wurde im Romantischen Franken durch ein neues Angebot berücksichtigt. Die Eröffnung des Europäischen Wasserscheideweges, der vom Deutschen Wanderverband als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland ausgezeichnet wurde, erfolgte im Mai 2008 mit einem großen Wanderfest. Der neue Wanderweg ist für die Region eine wichtige Bereicherung des Angebotes. In Zusammenarbeit mit dem Naturpark Frankenhöhe wird dieses Projekt auch in den kommenden Jahren weiter ausgebaut. Während der Naturpark für die Infrastruktur des Weges verantwortlich ist, übernimmt der Tourismusverband das Marketing für den Weg. Dazu gehört auch das Angebot zum Wandern ohne Gepäck und die Betreuung einer eigenen Internetseite (www.wasserscheideweg.de). Kooperationen Die Zusammenarbeit mit touristischen Interessengemeinschaften ist eine wichtige Grundlage für ein erfolgreiches Destinationsmanagement. Mit Werbegemeinschaften, Ämtern, Verbänden und Initiativen arbeitet der Tourismusverband Romantisches Franken eng zusammen. Die Geschäftsstelle des Tourismusverbandes Romantisches Franken ist gleichzeitig die Geschäftsstel- 84 le für die Werbegemeinschaft Reiten zwischen Main und Donau und übernimmt für diese Organisation den Vertrieb und die Bürotätigkeiten. Mit der Kooperation Regionalbuffet arbeitet das Romantische Franken ebenfalls eng zusammen und so erscheinen die Broschüren der regionalen Gruppe aus dem Romantischen Franken auch im Corporate Design des Tourismusverbandes. Werbung Als ständige Werbemaßnahme im Internet sind auf verschiedenen Internetportalen Kataloganzeigen geschaltet, die gute Resonanz bei den Prospektbestellungen liefern. Das Romantische Franken beteiligte sich im Jahr 2008 an über 30 Werbeaktionen und Messen. Dabei arbeitet der Tourismusverband Romantisches Franken mit den vielen Partnern zusammen, um auf möglichst vielen Publikumsveranstaltungen präsent zu sein. Mit eigenem Stand war das „Romantische Franken“ auf der CMT in Stuttgart, auf der CBR in München und auf der Freizeit + Garten in Nürnberg vertreten. Die Anzeigenschaltungen erfolgen jeweils in den ersten Monaten des Jahres in den Ballungsgebieten Deutschlands. Qualitätsverbesserung Durch die Teilnahme an der Aktion „Zertifizierte Tourist Information“ des Tourismusverbandes Franken konnten neue Ideen umgesetzt und Verbesserungen in der Qualität erreicht werden. Im Jahr 2008 wurde das Qualitätsmanagement für die Tourist Information ausgebaut. Der 1. Vorsitzende Prof. Dr. Jürgen Walchshöfer GB-2008.qxd:Geschäftsbericht 16.06.2009 10:23 Uhr Seite 85 Städteregion Nürnber g Die Städteregion Nürnberg war auch 2008 auf Erfolgskurs allen Unkenrufen zum Trotz. Die vier Städte Nürnberg, Erlangen, Fürth und Schwabach profitieren nach wie vor gegenseitig von der guten Zusammenarbeit. Die Übernachtungszahlen in der Städteregion stiegen weiterhin. Events und Besonderheiten in der Städteregion informiert, die Veranstaltungsprospekte der Nachbarstädte liegen zumeist in den Tourist-Infos aus und wenn die Kolleg(innen)en mal nicht weiter wissen genügt ein Anruf. Die Geschäftsführerin Eike Söhnlein Die gemeinsamen Werbebroschüren wie Pauschalangebote, Gruppenreisen, die Nürnberg Card oder vor allem der Veranstaltungskalender fanden guten Absatz und die steigenden Buchungszahlen sprechen für sich. Auch der gemeinsame Image- und Angebotsprospekt „Stadterlebnisse“, eine reich bebilderte Broschüre, in der sehr lebendig und bunt auf die vielfältigen Kultur-, Sport- und Freizeitangebote der vier Städte aufmerksam gemacht wird, erfreut sich großer Nachfrage. Das Hotel-Onlinereservierungssystem der Städte Nürnberg, Fürth und Erlangen wird stetig aktualisiert und auch wenn bekannte Reservierungssysteme nicht zu toppen sind, so hat sich nicht nur für Nürnberg die Investition gelohnt. Auch Erlangen und Fürth profitieren, wenn auch nur im begrenzten Maße, von der schnellen Buchungsmöglichkeit. Seit 2007 geht es auch gemeinsam auf die Internationale Tourismusbörse nach Berlin. Am großen repräsentativen Bayernstand hat die Städteregion Nürnberg zusammen mit einigen ortsansässigen Hotels einen ansehnlichen Messeauftritt. In Sachen Messen will die Städteregion in den kommenden Jahren mehr tätig werden. So werden im Frühjahr zusätzlich Tourismusmessen in Wien, Stuttgart, Essen, Hamburg besucht werden. Im Herbst denkt man auch an die Tourismusmesse in Leipzig. Die Städteregion möchte damit Städtetouristen direkt ansprechen und für einen Kurzurlaub begeistern. Insgesamt gesehen läuft die Zusammenarbeit hervorragend. Man ist ein eingespieltes Team, trifft sich regelmäßig und tauscht Informationen aus. Die Tourist-Informationen vor Ort sind über alle 85 GB-2008.qxd:Geschäftsbericht F R Ä N K I S C H E 16.06.2009 10:23 Uhr Seite 86 G E B I E T E Spessar t-Mainland Spessart-Mainland. Neuer Name und länderübergreifende Vermarktung. 2008 war für unser Tourismusgebiet ein in zweifacher Hinsicht bedeutsames Jahr: Zum einen wurde die Destinationsbezeichnung von „Spessart-Main-Odenwald“ in „SpessartMainland“ geändert. Damit konnte eine Fokussierung auf die beiden geographischen Bestandteile unserer Region – Spessart und Main, erreicht werden. Durch die Streichung des Odenwalds im Namen können zudem Verwechslungen mit hessischen oder badischen Nachbargebieten ausgeschlossen und somit die Gästezufriedenheit erhöht werden. Darüber hinaus ist im Mai 2008 auch der hessische Main-Kinzig-Kreis dem Gebietsausschuss beigetreten. Somit wird der hessische und der bayerische Spessart erstmals gemeinsam unter einem Dach touristisch vermarktet. Durch den Beitritt des Main-Kinzig-Kreises können nun auch hessische Spessart-Gemeinden Mitglied im TV Franken und im Spessart-Mainland werden. Besonders erfreulich ist, dass zum 1. Januar 2009 bereits sieben hessische Orte diese Möglichkeit wahrgenommen haben. Durch den Beitritt von Bad Soden-Salmünster und Bad Orb wurden zudem zwei Kurorte neue Mitglieder, was das touristische Vermarktungsspektrum erweitert. Touristische Entwicklung Zum dritten Mal in Folge konnte eine Erhöhung der Ankunfts- und Übernachtungszahlen verzeichnet werden. Die Steigerungsraten liegen erneut über dem fränkischen und dem bayerischen Durchschnitt. Die konsequente thematische Vermarktung über Produktlinien zahlt sich aus. Marketing Neben den üblichen Instrumenten des Marketing-Mix, wie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, der Präsentation unserer touristischen Angebote auf regionalen und überregionalen Messen sowie einer gezielten Anzeigenkampagne und der Weiterentwicklung unserer Webseite, ge- 86 winnt die Vermarktung über Produktlinien immer mehr an Bedeutung: Wandern, Radfahren, Kulinarik und Kultur. Die beiden Spessartwege, die zu den bundesweit ersten zählten, die als „Qualitätswege Wanderbares Deutschland“ zertifiziert wurden, haben sich mittlerweile in der deutschen Wanderlandschaft etabliert und sind ein erfolgreiches touristisches Produkt geworden. Die herausragende Qualität der Wege konnte durch die erneute erfolgreiche Zertifizierung in diesem Jahr bestätigt werden. Die Qualität spielt auch für den Erfolg des MainRadwegs, der auf ca. 140 Kilometern durch das Spessart-Mainland führt, eine besondere Rolle. Als erster und bisher einziger Radweg erhielt er die 5 Sterne-Zertifizierung durch den ADFC. Mit dem Kahltal-Spessart-Radweg und zukünftig mit dem hessischen R 3 ergänzen wir das Angebot qualitativ hochwertiger attraktiver Fernradwege. Im Bereich der Kulinarik haben sich die Wild- und Wein Wochen mittlerweile als kulinarischer Herbst der Region etabliert. In Zusammenarbeit mit dem Hotel- und Gaststättenverband konnten erneut über 60 Betriebe für die Aktion gewonnen werden. Schwerpunkt der Produktlinie Kultur ist die Broschüre zu den Europäischen Kulturwegen im Spessart, welche die bundesweit einzigartigen Kulturrundwege des Spessart-Mainlands präsentiert, die das Naturerlebnis Wandern mit der Vermittlung der kulturellen Besonderheiten vor Ort verbindet. Wir möchten all unseren Mitgliedern und Partnern, die zu diesem erfolgreichen touristischen Jahr im Spessart-Mainland beigetragen haben, herzlich danken und insbesondere auch dem Tourismusverband Franken für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Der 1. Vorsitzende Dr. Ulrich Reuter, Landrat GB-2008.qxd:Geschäftsbericht 16.06.2009 10:23 Uhr Seite 87 Steiger wald Allgemein und Zahlen Für die Tourismusregion Steigerwald darf die Geschäftsstelle in Scheinfeld mit allen beteiligten Tourismusstellen in den Städten und Gemeinden auf ein erfolgreiches Jahr 2008 zurückblicken. Die statistischen Zahlen belegen dem Gebiet Steigerwald einen Übernachtungszuwachs von 2,3 Prozent, wobei sich hier die guten Zuwächse des Heilbades Bad Windsheim sowie die stabilen, guten Zahlen unserer Domstadt Bamberg sehr positiv niederschlagen. Trend Spürbar ist der Trend zum Zweit- und Dritt- oder auch „nur“ zum Kurzurlaub! Hierauf haben wir seit Jahren unsere Angebote eingestellt. Das bisherige, erfolgreiche Werbekonzept wird auch weiterhin fortgesetzt. Tagesgäste/Kultur/Freizeitspaß Durch die günstige Lage des Steigerwaldes zwischen den Großstädten Bamberg, Würzburg und dem Ballungsraum Nürnberg-Erlangen ist unser Naturpark das ideale Ausflugsziel. Vorteile haben jene Gemeinden, die hier zeitgemäße Wander- und Radelmöglichkeiten, Kulturtipps und Kartenmaterial, gemütliche Einkehr- und Erlebnismöglichkeiten vorhalten. Hierbei sind unsere Weinorte genauso begehrt wie unsere Teichlandschaft oder die Biergarten- bzw. Bierkellerregion mit einem exzellenten Preis-Leistungsverhältnis. Steigerwald-Panoramaweg Im Jahre 2008 wurde der Steigerwald-Panoramaweg fertig beschildert und entspricht nun den Kriterien des Deutschen Wanderverbandes. Hierfür erhielt der Weg das Qualitätssiegel „Wanderbares Deutschland“ und zählt somit zu den TOP-Wanderwegen in Deutschland. Umfangreiche Broschüren sowie ein professioneller Internetauftritt werden den interessierten Wanderer begeistern. Der Weg ist 160 km lang und wurde von Wegequalifizierern des Steigerwaldklubs erfasst und auch in der Umsetzung mit betreut. Alle Infos rund um diesen neuen Wanderweg findet man unter www.steigerwald-panoramaweg.de. Qualität ist gefragt Die Sicherung einer hervorragenden Qualität im Gästeservice und in den Freizeiteinrichtungen muss auch weiterhin unser primäres Ziel sein. Die Klassifizierung der Betriebe nach den HOGARichtlinien bzw. des DTV sehen wir in der heutigen Zeit als wichtiges Werbekriterium an. Internet Bemerkenswert ist auch die hohe Frequenz unserer Internetseite www.steigerwald-info.de sowie die zunehmend starke Anfrage nach Informationen per E-Mail. Unsere Prospektserien Unser wichtigstes Werbemedium ist das Unterkunftsverzeichnis „Unser Steigerwald“ sowie die Zielgruppenprospekte, die alle ständig überarbeitet und ergänzt werden. Auch hier gilt für Betriebe und Kommunen: Mit Eintrag und Hinweisen dabei zu sein ist sehr wichtig! Werben über Messen und Medien In zahlreichen Medien konnten wir Berichte über unseren Steigerwald erreichen. Etliche Anzeigen bewerben zusätzlich unsere Angebote. Mit dem Tourismusverband Franken wurden wiederum einige wichtige Messen in deutschen Großstädten besucht, weitere im 200km-Umfeld mit eigenem Stand. Dort sind dann auch oft örtliche Verkehrsvereine bzw. Winzerbetriebe mit Aktionen am Stand. Viele Werbemaßnahmen auf Stadtfesten und großen Einkaufsmärkten in Deutschland ergänzen unsere Marketingbemühungen. Gemeinschaft macht stark All den Ämtern, Institutionen und Vereinen gilt unser Dank für die bisherige, gute Zusammenarbeit und Unterstützung. Unsere Geschäftsstelle pflegt eine vertrauensvolle, ständige Kommunikation mit allen städtischen und gemeindlichen Tourismusstellen, ebenso mit den regionalen Verbünden und LAG-Gemeinschaften. Hierfür herzlichen Dank! Besonders erwähnenswert ist die sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unserem Tourismusverband Franken. Der 1. Vorsitzende Walter Schneider, Landrat 87